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„Nomad“-Ausstellung: Donna Karan und Hugh Jackman werben für Versöhnung

2008 hat sich Australien bei den Aborigines für das zugefügte Leid entschuldigt. Die Fotoausstellung „Nomad Two Worlds“ nimmt sich des Themas an. Die prominenten Paten des Projektes reisen auch zur Premiere in Berlin an.

Der australische Fotograf Russell James (l) zusammen mit dem Künstler Edwin Lee Mulligan und der amerikanischen Modeschöpferin Donna Karan in der Galerie CameraWork in Berlin. Quelle: dpa
Der australische Fotograf Russell James (l) zusammen mit dem Künstler Edwin Lee Mulligan und der amerikanischen Modeschöpferin Donna Karan in der Galerie CameraWork in Berlin. Quelle: dpa

BerlinEs war eine Entschuldigung für die Geschichtsbücher. 2008 bat der damalige australische Premier Kevin Rudd die Ureinwohner seines Landes um Vergebung für das erlittene Unrecht. Viele Jahrzehnte lang wurden die Aborigines ihren Eltern entrissen und mussten in Heimen oder bei fremden Familien aufwachsen. Diese „gestohlene Generation“ wartete lange auf das „Sorry“.

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Der 1962 geborene australische Fotograf Russell James erinnert an Zeiten, als man die geringe Lebenserwartung der Aborigines noch den Genen zuschrieb. Die Geschichte der Unterdrückung beschäftigt ihn, auch wenn er als Kind von Weißen die Kultur der Ureinwohner früher nicht verstanden hat.

Der „Vogue“- und „Victoria's Secret“-erprobte Fotograf hat sonst die Heidi Klums und Gisele Bündchens dieser Welt vor der Kamera. Der Australier, optisch ein Surfer-Typ, macht Bilder, die Männer leicht nervös werden lassen. Mit seinem Projekt „Nomad Two Worlds“ hat er anderes im Sinn.

"Nomad"-Ausstellung Im Geist der Völkerverständigung

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James wirbt für die Versöhnung der Kulturen, unterstützt von Modeschöpferin Donna Karan und Schauspieler Hugh Jackman („X-Men“). In Berlin ist die „Nomad“-Ausstellung (20. bis 28. August, Alte Münze) mit 54 Bildern erstmals in Europa zu sehen.

James arbeitet mit Ureinwohnern aus seiner Heimat und indigenen Künstlern aus Haiti und den USA zusammen. Die collagenhaften Bilder wirken mal fröhlich, mal mystisch-spirituell. So werden zum Beispiel Frauenporträts oder Landschaften mit traditionellem Dot-Painting und Aborigine-Symbolen kombiniert. Die Ausstellung sei eine Plattform, eine Gelegenheit, zusammen etwas zu schaffen, was „ein Hingucker und sexy“ sei, so sieht es Aborigine-Künstler Clifton Bieundurry.

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