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Phil Collins zum 60.: Der Weltstar von nebenan

Phil Collins war nie einer der Stars, der Teenies zum Kreischen bringen. Mit der Kultband Genesis schrieb er Musikgeschichte, als Solokünstler verbuchte er unglaubliche Erfolge. Dennoch ist Collins, der als Schlagzeuger anfing, immer auf dem Boden geblieben. Ein Porträt zum 60. Geburtstag.

Phil Collins: Eine Musiklegende wird 60. Quelle: DAPD
Phil Collins: Eine Musiklegende wird 60. Quelle: DAPD

HB LONDON. Er ist gewiss nicht der Prototyp eines Popstars: Kein Zahnpasta-Lächeln strahlt von seinen Covern, kein gestählter Körper ist darauf zu sehen - stattdessen steht der Mann zu seinem kurzrasierten Durchschnittskopf. Phil Collins ist ein Typ, der einem auf der Straße wohl nicht auffallen würde. „Stets galt er als provozierend normal“, hieß es einst in der „Süddeutschen Zeitung“ über das Phänomen. Sein musikalisches Talent und seine Wandlungsfähigkeit machten ihn dennoch zu einem Pop-Tycoon. An diesem Sonntag (30. Januar) feiert Phil Collins seinen 60. Geburtstag.

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Collins wurde zunächst als Schlagzeuger, später auch als Sänger der Band „Genesis“ berühmt. LPs wie „Foxtrot“ (1972) oder das legendäre Konzeptalbum „The Lamb lies down on Broadway“ (1974) etablierten die Band in der Musikbranche. Das Genesis-Album „We can't Dance“ (1991) ist mit 24 Wochen das am längsten auf Rang Eins der deutschen Charts platzierte Album aller Zeiten.

1981 versuchte sich Collins dann zum ersten Mal als Solokünstler und brachte das Album „Face Value“ heraus, das sich in England unglaubliche 247 Wochen lang in den Charts hielt.

Er blickt somit auf eine grandiose Karriere zurück. Superhits wie „Invisible Touch“ und „Another Day in Paradise“ laufen nach wie vor im Radio, ausverkaufte Tourneen sprechen für sich. Trotzdem hadert Collins mit seiner Vergangenheit: „Wenn ich manche Auftritte so ansehe, denke ich: Kein Wunder, dass mich die Leute in den 80er nicht gemocht haben“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Tatsächlich wurde er von der Presse oft kritisiert und seine Platten verrissen. Allerdings hatte Collins wohl immer genug Fans - insgesamt verkaufte er 250 Millionen Platten weltweit.

Seine ersten Schritte im Showbusiness machte er auf der Musicalbühne in London. Mit 14 ergatterte er eine Rolle in der West End-Show „Oliver“. Zurück zu diesen Wurzeln ging es für Collins dann 2008, als er für die Musical-Version des Disney-Films „Tarzan“ die Musik komponierte. Wie wandelbar er ist, zeigen auch seine verschiedenen Nebenprojekte: Er produzierte andere Künstler wie Eric Clapton, probierte sich als Schauspieler unter anderem in der Serie „Miami Vice“ oder wagte den Schritt in Richtung Jazzmusik mit der „Phil Collins Big Band“. In seinem jüngsten Album „Going Back“ (2010) geht er zurück in die Sixties und widmet sich dem Soul und alten Motown-Klassikern.

  • 31.01.2011, 11:35 UhrAnonymer Benutzer: Big Fan

    Es gibt für mich keinen großartigeren Musiker als ihn. Er hat das, was der heutigen Musik-Generation so oft völlig fehlt: Disziplin, Talent, Leidenschaft (nicht zu verwechseln mit dem was geldgierige Castingteilnehmer versuchen darzustellen), Charakter und Stil.
    ich wünsche Phil Collins zum Geburtstag, dass seine geniale Leidenschaft zur Musik noch ganz viele Jahre anhält und wir noch viel von ihm sehen und vor allem hören werden.
    Happy birthday!

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