Kultur + Literatur

_

Rezensionen eines Jahres: Von Warren Buffett bis Peer Steinbrück

Zum Fest gab es Bargeld oder einen Gutschein? Wir geben einen Überblick über unsere Rezension des Jahres. Es ist alles dabei: Von Anlagetipps über Biografien bis hin zu Management-Ratgebern und Abrechnungen mit dem Euro.

Sie suchen etwas Frisches für das Bücherregal ... Quelle: dpa
Sie suchen etwas Frisches für das Bücherregal ... Quelle: dpa

DüsseldorfDutzende Bücher hat die Handelsblatt-Online-Redaktion auch in diesem Jahr wieder gewälzt. Einige Werke stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten noch einmal kurz vor – als völlig subjektiven Rückblick auf das Bücherjahr. Natürlich liegt der Schwerpunkt auf Wirtschaftsbüchern.

Anzeige
... oder den E-Reader? Wir bieten Ideen. Quelle: dapd
... oder den E-Reader? Wir bieten Ideen. Quelle: dapd

Großes Interesse hatte ein Buch über den Markt für Olivenöl geweckt. Der renommierte Journalist Tom Mueller hat nach jahrelangen, intensiven Recherchen aufgedeckt, wie es zu unhaltbaren Zuständen in einer Branche kommen kann. Mueller schreibt für Top-Zeitungen in seiner Heimat USA, lebt aber seit zwei Jahrzehnten in der Mittelmeerregion und hat das Werk „Extra Vergine – die erhabene und skandalöse Welt des Olivenöls“ veröffentlicht. Seine Emotionen kann der erfahrene Journalist dabei gut verheimlichen. Das und die enorme Vielfalt der Quellen machen das Buch glaubwürdig.

So finden Sie ein gutes Olivenöl

  • Wahl des Geschäfts

    Suchen Sie sich ein Geschäft, in dem Sie Olivenöle vor dem Kauf verkosten können und dessen Personal ein paar grundsätzliche Fragen dazu beantworten kann, wie, wo und von wem sie hergestellt wurden. Olivenölfachgeschäfte und Ölbars gibt es immer mehr – auch bei Feinkostanbietern, auf Märkten und in Supermärkten.

  • Wahl anderer Anbieter

    Wenn Sie das Öl vor dem Kauf nicht kosten können, wählen Sie einen Anbieter mit strikten Qualitätskontrollen bei Produktion und Auswahl. Dazu gehören Olive Press (www.theolivepress.com), Zingerman's (www.zingermans.com), Beyond the Olive (www.beyondtheolive.com) oder Corti Brothers (www.cortibros.biz).

  • Frisches Öl

    Natives Olivenöl wird nicht im Alter besser wie ein guter Wein. Im Gegenteil, es ist leicht verderblich und verliert nach dem Pressen an Geschmack und Aroma. Das passiert noch schneller, wenn das Öl in Flaschen abgefüllt ist. Deshalb sollten Sie so nah am Produzenten (z.B. einer Olivenmühle) wie möglich kaufen und das Öl in sauberen Edelstahlcontainern lagern.

  • Behälter

    Am besten eignet sich als Behälter dunkles Glas – es schützt vor Licht.

  • Etiketten

    Wenn Sie keinen Verkäufer zu rate ziehen können, vertrauen Sie auf das Etikett. Besonders wichtig ist dabei, dass das Öl als „nativ extra“ ausgezeichnet ist. Bei anderen Bezeichnungen wie zum Beispiel „rein“ oder „Olivenöl“ wurde das Öl noch chemisch raffiniert.

  • Haltbarkeitsdatum

    Um der Frische Ihres Öls sicher zu sein, sollten Sie Produkte mit Haltbarkeitsdatum oder gar Erntetermin kaufen. Nach Möglichkeit sollten Sie Öle aus der diesjährigen Ernte bevorzugen. Wenn ein Öl noch zwei Jahre lang haltbar ist, wird es vermutlich noch frisch sein. Aber Vorsicht: Auch beim Haltbarkeitsdatum kann gepfuscht werden. Statt der Ernte wird dann der Tag der Abfüllung als Ursprung gewählt. Kontrollierbar ist das nicht.

  • Herkunft

    Wenn ein Etikett besagt, das Olivenöl sei in Italien verpackt oder abgefüllt worden, heißt das nicht, dass das Öl auch aus Italien stammt. Italien ist einer der größten Importeure von Olivenölen. Eine italienische Flagge auf der Verpackung heißt aber noch nichts. Öle, bei denen der genaue Herstellungsort nicht auf der Packung steht, sollten Sie daher meiden.

  • Farbe des Öls

    Die Farbe des Öls sollte keine Rolle spielen. Ob Grün oder Gold oder Strohgelb – echte native Olivenöle sind nicht an der Farbe, sondern am fruchtigen Geschmack und Geruch zu erkennen.

  • Typ des Öls

    Der Öltyp sollte zum Essen passen. Kräftiges Öl – oft bezeichnet als „robust“, „frühe Ernte“ oder „körperreich“ – sollten Sie dabei für deftige Speisen wie Pfeffersteak, bruschetta oder aromatisches Gemüse verwenden. Mildere Öle mit Auszeichnungen wie „mild“, „zart fruchtig“ oder „späte Ernte“ eignen sich besser für Fisch, Hühnchen oder Kartoffeln.

  • Preis

    Auch, wenn der Preis eine Rolle spielt: Wer ein gutes Öl kaufen will, sollte sich nicht von Schnäppchenpreisen verführen lassen. Echtes natives Olivenöl ist kostspielig, dafür sollten Sie mindestens acht Euro einplanen. Natürlich ist aber auch ein hoher Preis kein Garant für Qualität.

  • Zertifizierungen

    Zertifizierungen auf Etiketten sind nicht immer eine Qualitätsgarantie. Vertrauen kann man aber nationalen und staatlichen Olivenölverbänden wie Australian Olive Association, California Olive Oil Council und Association 3E. Auch die North American Olive Oil Association und der internationale Olivenölrat zertifizieren Olivenöl.

  • Informationen

    Ausführliche Informationen und aktuelle Ressourcen zum Kauf und Genuss guter Öle finden Sie auf www.extravirginity.com.

Tom Mueller

„Extra Vergine – die erhabene und skandalöse Welt des Olivenöls“

Redline Verlag

312 Seiten

Etwas härtere Kost ist eines der zahlreichen Werke, das sich mit der Anlagestrategie von Investment-Legende Warren Buffett beschäftigt. „So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen“ heißt das Buch und das klingt, als könne man es nur mit Olivenöl benutzt herunterschlingen. Aber es lohnt sich: Denn die Analyse à la Buffett bietet einen echten Mehrwert – zumal die Autoren immer wieder kleine Anekdoten aus dem Leben des Investors einstreuen. Sie verraten etwa, warum der 82-Jährige keine Technologieaktien kauft. Das hat nämlich vor allem einen Grund: Von Technik versteht er schlicht und einfach nichts! Und was er nicht versteht, kauft Buffett bekanntlich nicht.

Mary Buffett, David Clar

„So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen: Quartalsergebnisse, Bilanzen & Co - und was der größte Investor aller Zeiten daraus macht“

Börsenmedien - Börsenbuchverlag

224 Seiten

Diese Aktien hat Buffett im Depot

  • Aktien im Depot

    Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, weist zum Ende des Jahres 2013 einen Aktienbesitz im Marktwert von 117 Milliarden Dollar aus. Gekauft wurden die Papiere für 56,58 Milliarden Dollar. 15 Positionen weist Buffett einzeln aus. Diese Aktien kommen insgesamt Ende 2013 auf einen Börsenwert von knapp 100 Milliarden Dollar.

    Stand: 31.12.2013, Quelle: Aktionärsbrief von Warren Buffett, 1. März 2014

  • Coca Cola

    Anzahl der Aktien: 400 Millionen

    Beteiligung: 9,1 Prozent

    Marktwert: 16,5 Milliarden Dollar

  • Wells Fargo

    Anzahl der Aktien: 483 Millionen

    Beteiligung: 9,2 Prozent

    Marktwert: 21,95 Milliarden Dollar

  • International Business Mach

    Anzahl der Aktien: 68,1 Millionen

    Beteiligung: 6,3 Prozent

    Marktwert: 12,8 Milliarden Dollar

  • American Express

    Anzahl der Aktien: 151,6 Millionen

    Beteiligung: 14,2 Prozent

    Marktwert: 13,76 Milliarden Dollar

  • Procter & Gamble

    Anzahl der Aktien: 52,5 Millionen

    Beteiligung: 1,9 Prozent

    Marktwert: 4,27 Milliarden Dollar

  • Wal Mart

    Anzahl der Aktien: 56,8 Millionen

    Beteiligung: 1,8 Prozent

    Marktwert: 4,47 Milliarden Dollar

  • US Bancorp

    Anzahl der Aktien: 96,1 Millionen

    Beteiligung: 5,3 Prozent

    Marktwert: 3,9 Milliarden Dollar

  • Directv

    Anzahl der Aktien: 22,2 Millionen

    Beteiligung: 4,2 Prozent

    Marktwert: 1,5 Milliarden Dollar

  • Die aktuellen Top-Themen
Forbes-Ranking: Das sind die Top-Verdiener Hollywoods

Das sind die Top-Verdiener Hollywoods

Wer es auf diese Liste schafft, hat ausgesorgt: Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ hat die zehn bestverdienenden Hollywood-Schauspieler ausfindig gemacht. Der Spitzenverdiener hat ein beispielloses Comeback erlebt.

Zahl der Toten steigt: Badeverbot am Timmendorfer Strand

Badeverbot am Timmendorfer Strand

Trotz roter Flagge, trotz Hinweisschildern und trotz der Lautsprecher-Durchsagen: Die Badeunfälle an der Ostsee mehren sich – und forderten die ersten Toten. Nun zieht eine Bürgermeisterin Konsequenzen.

Feiertag in London: Vivat, Prinz George!

Vivat, Prinz George!

Das berühmteste Baby der Welt feiert seinen ersten Geburtstag. Die Latzhosen, die Prinz George auf seinem Geburtstagsfoto trägt, waren sofort ausverkauft. Doch auch für die britische Monarchie ist George ein Werbeträger.

  • Business Wetter
Eine junge Dame wirbt für Parship

Wer passt zu mir?

Finden Sie jetzt den passenden Partner. Partnersuche nur mit PARSHIP!