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Sprachkritik: „Döner-Morde“ ist das Unwort des Jahres 2011

Für 2011 kürte die Jury der Gesellschaft für Deutsche Sprache den Begriff „Döner-Morde“ als Unwort des Jahres. Es setzte sich bei den „unerwünschten“ Wörtern gegen Begriffe wie „Stresstest" durch.

von Gesa Schölgens

2011: „Döner-Morde“

Das „Unwort des Jahres 2011“ heißt „Döner-Morde“. Das Schlagwort verharmlose die Mordserie an acht türkischstämmigen und einem griechischen Kleinunternehmer. Ganze Bevölkerungsgruppen werden laut Jury mit der Bezeichnung ausgegrenzt. Die Opfer selbst werden in höchstem Maße diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert werden, hieß es zur Begründung. Als Vorschlag war „Döner-Morde“ 269 Mal eingereicht worden. Es ist das 21. Unwort.

Gleichzeitig gab die Jury auch das Börsen-Unwort 2011 bekannt: Es ist „Euro-Gipfel“.

Quelle: dapd