Kultur + Literatur

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„Zero Dark Thirty“: Ohne Waterboarding kein Bin Laden

Hat Folter zur Ergreifung Osama bin Ladens geführt? Der Thriller „Zero Dark Thirty“ legt diesen Schluss nahe – und hat in den USA eine hitzige Debatte ausgelöst. Das dunkelste Kapitel der Bush-Zeit ist nicht vergessen.

New YorkAssam, der Mann mit dem blutigen Gesicht, ist verzweifelt. Halb nackt und besudelt steht er da, halb aufrecht, die Arme an zwei Seilen an der Decke festgebunden. „Ihr Freund ist ein Tier“, sagt der Gefolterte zur CIA-Agentin Maya, und fleht: „Bitte helfen Sie mir. Bitte.“

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Doch es nützt nichts. „Du kannst Dir selbst helfen, indem Du die Wahrheit sagst“, erwidert Maya. Daraufhin wird Assam, der schon Schläge und simuliertes Ertrinken durch Waterboarding aushalten musste, auf allen Vieren an einer Hundeleine herumgeführt und dann in eine enge Kiste gesperrt.

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So beginnt der Film „Zero Dark Thirty“, an dessen Ende die Erschießung Osama bin Ladens steht. Und gleich in der allerersten Einstellung macht er auch klar, warum hier zivilisierte Menschen zu Folterknechten geworden sind: die brennenden Türme des World Trade Centers und der Tod von 3000 Unschuldigen. Zu sehen ist das nicht, man kennt die Bilder ja. Die Einspielung von Tonbandaufnahmen verzweifelter Eingeschlossener reicht, um den Horror noch einmal mitzuerleben.

11. September, Folter, Detektivarbeit und schließlich der Tod bin Ladens: Über zweieinhalb Stunden erzählen die Oscar-gekrönte Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal in „Zero Dark Thirty“ von der „größten Menschenjagd der Geschichte“. Ihr Film, der am heutigen Donnerstag in Deutschland in die Kinos kommt, wird von der Kritik als Meisterwerk gefeiert – und ist zugleich einer der Umstrittensten der vergangenen Jahre. In den USA begannen die heftigen Debatten bereits vor Erstausstrahlung Anfang Januar, und sie halten noch immer an.

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Es geht um möglichen Geheimnisverrat, um Realitätsnähe, aber vor allem geht es um die Frage: Rechtfertigt „Zero Dark Thirty“ die Folter, oder kritisiert er sie? Und haben sogenannte „verschärfte Verhörtechniken“ überhaupt beim Auffinden bin Ladens geholfen?

Experten bestreiten das. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein, Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, kritisierte gemeinsam mit ihrem Parteifreund Carl Levin und dem Republikaner John McCain den Film heftig. „Krass falsch und irreführend“ sei die Suggestion, dass Waterboarding zum Versteck bin Ladens geführt habe. Der Ausschuss hatte die Praxis der Regierung von George W. Bush untersucht und war zum selben Ergebnis gekommen. Der Abschlussbericht ist unter Verschluss, da ihm die Republikaner noch nicht zugestimmt haben.

Die 15 erfolgreichsten Filme

  • Platz 15

    „Harry Potter und der Stein der Weisen“ (2001)

    Brutto-Einnahmen: 974,8 Millionen Dollar

  • Platz 14

    „The Dark Knight“ (2008)

    Brutto-Einnahmen: 1,005 Milliarden Dollar

  • Platz 13

    „Alice im Wunderland“ (2010)

    Brutto-Einnahmen: 1,024 Milliarden Dollar

  • Platz 12

    „Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung“ (1999)

    Brutto-Einnahmen: 1,027 Milliarden Dollar

  • Platz 11

    „Fluch der Karibik 4 – Fremde Gezeiten“ (2011)

    Brutto-Einnahmen: 1,044 Milliarden Dollar

  • Platz 10

    „Toy Story 3“ (2010)

    Brutto-Einnahmen: 1,063 Milliarden Dollar

  • Platz 9

    „Fluch der Karibik 2 – Dead Man's Chest“ (2006)

    Brutto-Einnahmen: 1,066 Milliarden Dollar

  • Platz 8

    „James Bond – Skyfall“* (2012)

    Brutto-Einnahmen: 1,079 Milliarden Dollar

    *vorläufige Zahlen, läuft noch im Kino

  • Platz 7

    „The Dark Knight Rises“ (2012)

    Brutto-Einnahmen: 1,081 Milliarden Dollar

  • Platz 6

    „Herr der Ringe 3 – Die Rückkehr des Königs“ (2003)

    Brutto-Einnahmen: 1,120 Milliarden Dollar

  • Platz 5

    „Transformers 3 – Dark of the Moon“ (2011)

    Brutto-Einnahmen: 1,124 Milliarden Dollar

  • Platz 4

    „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ (2011)

    Brutto-Einnahmen: 1,328 Milliarden Dollar

  • Platz 3

    „Marvel's The Avengers“ (2012)

    Brutto-Einnahmen: 1,512 Milliarden Dollar

  • Platz 2

    „Titanic“ (1997)

    Brutto-Einnahmen: 2,185 Milliarden Dollar

  • Platz 1

    „Avatar“ (2009)

    Brutto-Einnahmen: 2,782 Milliarden Dollar

Andere Insider sehen sehr wohl einen Zusammenhang. So räumte etwa der amtierenden CIA-Direktor Michael Morell ein, dass zumindest einige durch Folter erzwungene Geständnisse zum Auffinden bin Ladens beigetragen hätten. Vorgänger Michael Hayden sprach sogar von „entscheidenden Hinweisen“. Und Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld machte Waterboarding ausdrücklich für den Erfolg verantwortlich.

Bigelow selbst besteht darauf, keinen Folter-Werbefilm gedreht zu haben. „Ich denke, Osama bin Laden wurde wegen ausgezeichneter Detektivarbeit gefunden“, schrieb sie zu ihrer Verteidigung in der „Los Angeles Times“. Andererseits sei Folter eben Bestandteil der zehn Jahre andauernden Jagd gewesen. „Das heißt nicht, sie war der Schlüssel“, so die Regisseurin. „Das heißt, sie ist ein Teil der Geschichte, den wir nicht ignorieren konnten“.

  • 31.01.2013, 18:47 UhrSchlesier

    Der Krieg kennt keine Gesetze und keine Gnade war so ist so bleibt so. Der Dumme ist immer der der verliert. In Syrien sind es Freiheitskämpfer ,in Mali sind es Terroristen und die Geschichtsschreibung bestimmt der Sieger auch wenn dabei gelogen wird.

  • 31.01.2013, 19:13 UhrVolksvedummung

    Wieder mal Volksverdummung - auch noch als Kinofilm....
    Bin Laden ist schon lange vorher gestorben. Im Krankenhaus an Nierenversagen...

  • 31.01.2013, 19:26 UhrDieWahrheitSiegt

    Kann man Ihnen nicht übel nehmen das Sie sich im Sicherheitsnetz des Lügengespinstes der CIA verfangen haben, obwohl sie die erste, offensichtliche, Lüge bereits durchschaut haben.

    In Wahrheit ist Osama auf einer Insel in der Karibik und gießt sich mit Elvis einen hinter die Binde.

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