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Altmeister: Kraftvolle Kompositionen

Bei den Altmeister-Auktionen rechnen Christie's und Sotheby's mit steigender Nachfrage.

Lucas Cranach d. Ä.: „Lucretia“ vor ihrem Selbstmord. Quelle: Sotheby´s
Lucas Cranach d. Ä.: „Lucretia“ vor ihrem Selbstmord. Quelle: Sotheby´s

New YorkDie Auktionshäuser treten am 25. und 26. Januar mit neuem Selbstbewusstsein an, was die Alten Meister betrifft. „Wir sehen sowohl bei erfahrenen und neuen Sammlern als auch bei Händlern steigende Nachfrage nach Top-Qualität“, beschreibt Christie's Abteilungsleiter Nicholas Hall den Markt. Christie's und Erzkonkurrent Sotheby's wollen mit Raritäten, Neuzuschreibungen und kraftvollen, eindringlichen Kompositionen punkten.

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Und weil französische Kunst nach einer Pause nun wieder richtig gute Preise bringt, schnürt Christie's am 25. Januar ein „Made in France“-Paket: 45 Gemälde, überwiegend galante Beispiele des 18. Jahrhunderts, gefolgt von der Einsteigerkategorie „Finest and Rarest Wines of France“ sollen endgültig die Schwellenangst vor Alten Meistern nehmen.

Hier findet aber auch Jean-Honoré Fragonards ungewöhnliches Hochoval „Die gute Mutter“ (1770) Platz. Das bedeutende Bild mit bewegter Repatriierungsgeschichte gehörte bis vor kurzem der Familie des Antikensammlers George Ortiz. Die Erwartung liegt bei fünf bis sieben Millionen Dollar.

Ein Höhepunkt in Christie's Hauptauktion ist Giambattista Tiepolos schöne Ölstudie zum heute weitgehend zerstörten Fresko „Ankunft von Henri III in der Villa Contarini“ im Jahr 1574. Erst über 200 Jahre später malte Tiepolo die mittlerweile legendären Festivitäten auf dem Landsitz (vier bis sechs Millionen Dollar).

Eine Rarität ist auch Hans Memlings kleines Rundbild „Maria mit dem Kinde“. Der damals führende Maler in Brügge fertigte den Tondo wahrscheinlich zur privaten Andacht auf Goldgrund (um 1490, sechs bis acht Millionen Dollar) an. Eine frühere Version mit Landschaftshintergrund hängt um die Ecke im Metropolitan Museum of Art.

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