Kunstmarkt

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Auctionata: Sensationeller Schiele-Fund

Aqarelle von Egon Schiele sind aufgetaucht. Eine Expertin bestätigte bereits die Echtheit - eine Sensation für die Kunstwelt.

Egon Schiele: Die Mischtechnik „Liegende Frau“ stammt aus einer österreichischen Sammlung. Quelle: Klas Förster / Auctionata Auktionen
Egon Schiele: Die Mischtechnik „Liegende Frau“ stammt aus einer österreichischen Sammlung. Quelle: Klas Förster / Auctionata Auktionen

Auctionata, die junge deutsche Online-Kunsthandelsplattform, versteigert am 21. Juni ein 60 Jahre lang verborgenes Aquarell von Egon Schiele. Eine Sensation - denn die maßgebliche Expertin Jane Kallir bestätigte seine Echtheit. Das Start-up-Unternehmen schildert die Wiederentdeckung als Zufallsfund in einer Mappe mit Schiele-Drucken des Jahres 1917. Beinahe wäre alles zusammen im Altpapier gelandet, wird die Eigentümerin zitiert, und Millionenwerte vernichtet worden. Egon Schiele ist ein Marktgigant. Auctionata lässt die „Liegende Frau“ (1916) mit einem Rufpreis von einer Million Euro an den Start gehen. Vergleichbare Blätter erzielen Zuschläge von bis zu 7,5 Millionen Euro.

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Woher das Blatt kommt, will das Kunsthandelsportal mit Verweis auf Diskretion nicht bekanntgeben. Auf Anfrage beim österreichischen Bundesdenkmalamt bestätigt man dort das Vorliegen eines Ausfuhrbescheids. Damit ist Österreich als bisherige Heimat dieses Kunstwerks gesichert. Jane Kallir bezeichnet dieses Aquarell als eines der spektakulärsten, das in den letzten Jahren zum Verkauf angeboten wurde. Im Zuge einer Ausstellung in ihrer Galerie St. Etienne („Egon Schieles Women“ im Herbst 2012) in New York kokettierte die halb bekleidete Liegende nach Jahrzehnten erstmals wieder mit der Öffentlichkeit. Wie viel Sammler für das attraktive Blatt zu zahlen bereit sind, wird der Auktionsverlauf zeigen. Frauenaquarelle aus den Jahren 1916 und 1917 sind selten und stehen international hoch im Kurs. Die „Sitzende Frau mit violetten Strümpfen“ kam 2010 bei Sotheby's auf umgerechnet 5,6 Millionen Euro.

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