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BRAFA Brüssel: Charmantes Cross-over

Die Mischung macht es und die Qualität. Auf der Brüsseler Antiquitäten- und Kunstmesse BRAFA gibt es Antiquitäten und Kunst kreuz und quer durch alle Jahrhunderte und in allen Preislagen. Die sehr teure Klassische Moderne ist jedoch kaum zu finden.

Amphore mit Goldapplikation, Ägypten, 3. Jahrhundert vor Chr. Quelle: Phoenix Ancient Art, Genf
Amphore mit Goldapplikation, Ägypten, 3. Jahrhundert vor Chr. Quelle: Phoenix Ancient Art, Genf

BrüsselDie Brüsseler Antiquitäten- und Kunstmesse BRAFA ist das erste Ereignis im Kunstmarktkalender des Jahresbeginns. Da sie zunehmend besser geworden ist, zählt die „Brussels Antiques & Fine Arts Fair“ (BRAFA) seit einigen Jahren zu den wichtigen europäischen Messen. Schauplatz der 57. Ausgabe vom 21. bis 29. Januar ist das Brüsseler Tour & Taxis-Gebäude. Mit 122 Ausstellern aus elf Ländern ging die Anzahl ihrer Teilnehmer jedoch etwas zurück. Im Vorjahr waren es 133 Stände.

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Einige Galeristen, z.B. der Pariser Asiatika-Händler Jacques Barrère, mieten Riesenstände an, die eine programmatische Schwerpunkt-Präsentation ermöglichen. Barrère wählte Steinstatuen von Süd- bis Nordindien. Winzige Skulpturen kosten ab 2.500 Euro; die teuerste, eine aus Sandstein gehauene, tanzende Elefantenskulptur der Ganescha-Gottheit aus Zentralindien (10. Jahrhundert) kostet 260.000 Euro.

Eklektizismus aus Prinzip 

Der Charme der Brüsseler Messe liegt – neben der gepflegt-modernen Ausstattung - in ihrem bewusst eklektischen Angebot. Bunt gemischt findet man Asiatika neben modernen und zeitgenössischen Gemälden, Altmeistern und flämischer Malerei. Dazu gibt es mittelalterliche Skulpturen, Möbel und Kunsthandwerk, Art-déco-Möbel und Stammeskunst.

Der Belgier Axel Verwoordt deckt fast das gesamte Spektrum ab, von römischen Skulpturen bis zur Malerei der jüngsten Vergangenheit. Auf seinem Stand finden sich italienische Gemälde des 17. Jahrhunderts, aber auch Malereien von Zero-Künstlern bis hin zu einer großformatigen, schwarzweißen Papierarbeit Richard Serras von 1987, die mit 280.000 Euro ausgepreist ist.

Bei der Kyoto Gallery aus Brüssel sorgt die Rüstung eines Samurai-Kriegers von 1820 für 180.000 Euro für Erstaunen. Sie ist deshalb interessant, weil das Pariser „Musée du Quai Branly“ gerade die Samurai-Rüstungssammlung eines der Söhne des Schweizer Sammlerehepaars Monique und Jean-Paul Barbier-Mueller ausstellt. Die auf Archäologie spezialisierte Genfer Galerie Phoenix Ancient Art bietet eine Fayence-Sammlung aus Ägypten an. Sie besteht aus 120 Objekten, unter ihnen Flusspferde und eine Amphore mit Goldapplikation, die 430.000 Euro kosten soll.

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