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Das Beste im Handel: Klasse Kunst zum Kaufen

Für viele Kunstliebhaber und Investoren sind Werke der „Klassischen Moderne“ ein sicherer Hafen. Denn hier gibt es ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis zu erwarten. Die Empfehlungen zur Herbstsaison.

Gustav Klimts „Liegender Akt“. Quelle: LE CLAIRE KUNST
Gustav Klimts „Liegender Akt“. Quelle: LE CLAIRE KUNST

Der Expressionismus ist eine deutsche Kulturleistung, die bis heute nachwirkt. Drei Kunststudenten hatten 1905 die Künstlergemeinschaft „Brücke“ in Dresden gegründet. 1911 schlossen sich in München ähnlich aufmüpfige Avantgardisten zur Gruppe „Blauer Reiter“ zusammen. Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein, August Macke und Paul Klee haben damit Kunstgeschichte geschrieben. Nicht nur in Deutschland, sondern international.

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Das, was die Avantgarde bis 1933 an neuen Bildkonzepten - Stichwort: Befreiung der Farbe - entwickelte, hat Auswirkungen bis in die Gegenwart. Mittlerweile interessieren sich nicht nur Deutsche für dieses Sammelgebiet. Längst sind Museen und Privatsammler in aller Welt an Meisterwerken des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit, der Bauhaus-Zeit und der Abstraktion interessiert.

Für viele Kunstfreude „ist die ,Klassische Moderne' ein sicherer Hafen, weil sie ihren Platz in der Kunstgeschichtsschreibung schon sicher hat“, beobachtet Galerist Winfried Utermann aus Dortmund. In diesem Marktsegment entwickeln sich die Preise kontinuierlich, nicht im Auf und Ab, wie das bei zeitgenössischer Kunst der Fall sein kann. Die Geldvernichtung in Finanz- und Euro-Krise veranlasst laufend neue Kunden, sich im Kunsthandel nach einer Ersatzwährung umzuschauen und dort in die „Aktie an der Wand“ zu investieren.

Das Beste im Handel Highlights der Klassischen Moderne

  • Das Beste im Handel: Highlights der Klassischen Moderne
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Das Problem ist der Nachschub. Von Kirchner kommen nur selten Gemälde aus den „Brücke“- Jahren bis 1911 auf den Markt. Und wenn, dann liegt in New York die Preiserwartung im zweistelligen Millionenbereich. Aber auch in den Segmenten darunter gibt es herausragende Bilder und Skulpturen zu entdecken. Eine Auswahl finden Sie hier. Galerien und Auktionshäuser im deutschsprachigen Raum verfügen über langjährige Beziehungen zu Ersterwerbern und alteingesessenen Sammlerfamilien. Das minimiert das Fälschungsrisiko.

Das Züricher Auktionshaus Koller etwa versteigert am 9. Dezember Kirchners Farbholzschnitt „Mondnacht“, 1919, mit allerbester Provenienz. Der Sammler hatte das Blatt während eines Kuraufenthalts in Davos direkt beim Künstler erworben. Seither war es in der Familie Carlo von Wedekind verblieben. Koller schätzt die im Druck gut erhaltene Rarität auf 500.000 bis 700.000 Euro.

Wilhelm Lehmbruck hat 1911 die berühmte Skulptur „Kniende“ geschaffen. Sie gilt als Sinnbild des Expressionismus. Kurze Zeit später hat der Bildhauer den Kopf der Knienden sechsmal als Büste in Terracotta modelliert. Eine dieser anmutigen Büsten wird morgen, am 24. September, in der Jubiläumsauktion „200 Meisterwerke“ bei Dr. Fischer in Heilbronn versteigert. Ihr realistischer Schätzpreis liegt bei 350.000 bis 450.000 Euro.

Maschine und Mensch - diese Symbiose faszinierte den Maler Willi Baumeister. Sein Gemälde „Maschine auf Dunkel“ von 1924 bietet die Stuttgarter Galerie Schlichtenmaier für 720.000 Euro an. Es stammt aus der Sammlung Hirsch, einem Architekten und Freund des Künstlers. Die Studie zu diesem Gemälde besitzt das Museum of Modern Art in New York.

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