Kunstmarkt

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„Domplatz, Mailand“: Gerhard Richter bricht den nächsten Rekord

Der deutsche Maler Gerhard Richter war bereits Rekordhalter: Seine Werke gelten als die teuersten eines lebenden Künstlers. Bei einer Auktion in New York hat ein Bild die bisherige Bestmarke in den Schatten gestellt.

Bei Sotheby's versteigert: „Domplatz, Mailand“ von Gerhard Richter. Quelle: Reuters
Bei Sotheby's versteigert: „Domplatz, Mailand“ von Gerhard Richter. Quelle: Reuters

New YorkRekord für Gerhard Richter: Das Bild „Domplatz, Mailand“ des Malers ist bei Sotheby's in New York für 37,1 Millionen Dollar (knapp 29 Millionen Euro) versteigert worden. Nach Angaben des Kunsthändlers war das ein Auktionsrekord für den Deutschen, dessen Werke als die teuersten eines lebenden Künstlers gelten. In London war im vergangenen Herbst das Werk „Abstraktes Bild“ von Richter ebenfalls bei Sotheby's für 26,4 Millionen Euro versteigert worden.

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Der „Domplatz“ war trotzdem nur das zweitteuerste Bild der Frühjahrsauktion von Sotheby's für zeitgenössische Kunst. Am Dienstagabend fielen mehrere Auktionsrekorde, elf der 64 Werke blieben aber liegen. Das teuerste Bild stammte vom 1970 verstorbenen Barnett Newman. Sein „Onement VI“ ging für mehr als 43 Millionen Dollar weg. Es zeigt, 2,60 Meter hoch und mehr als drei Meter breit, zwei blaue Flächen. Es entstand 1953 und war übrigens das Lieblingsobjekt von Chefauktionator Tobias Meyer.

Richters „Domplatz, Mailand“ ist von 1968 und fast drei Meter hoch. Es zeigt den Vorplatz der Kathedrale von Mailand und wirkt wie ein unscharfes Schwarz-Weiß-Foto – eine von Richter gern genutzte Technik für seine fotorealistischen Arbeiten.

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Anfangs wurde auf der Auktion fast jedes Werk über dem Schätzpreis verkauft, zum Teil zum Fünffachen. „Lydian“ von John Currin, ein wenige Wochen altes Bild war auf 600 000 Dollar geschätzt worden, brachte aber fast drei Millionen Dollar. Nicht selten gab es Applaus, wenn ein Bieter ein paar Stufen übersprang und gleich mit einer hohen Summe einstieg. Das teuerste Bild des Abends, der Newman, wurde allerdings an einen unsichtbaren Telefonbieter verkauft.

  • 15.05.2013, 10:15 UhrMJM1605

    Ein bezeichnendes Symptom der außergewöhnlichen Dekadenz unserer Zeit. Und ein Zeichen dafür dass sich unsere Welt in eine sich immer weiter voneinander entfernende Zweiklassengesellschaft bewegt.
    Wobei die erstere, immer weiter verarmende (und dazu gehört auch der Mittelstand), zahlenmäßig immer weiter zunimmt und die zweite, die der Superreichen immer weiter abnimmt, ihr Reichtum aber zu Lasten der Ersteren sich immer weiter vergrößert. Die letztere Gruppe scheint jeden Bezug zur Realität verloren zu haben oder vielleicht noch schlimmer, es interessiert sie nicht was mit dem Rest der Welt passiert. Sie sind in ihren Reihen nur noch darauf bedacht sich durch immer maßloseren Protz Anerkennung zu verschaffen. Die Geschichte hat schon immer bewiesen dass sich soviel Egoismus und unnobles, unsoziales Verhalten, früher oder Später rechen wird. Die Massen sind bis zu einem gewissen Punkt leidensfähig dann aber begären sie auf.
    Ob den Adligen, auf der Guillotine wohl der Gedanke durch den Kopf gegangen ist dass sie besser daran getan hätten mehr ihrer Reichtümer abzugeben und sich etwas weniger in ihren selbstsüchtigen Minderwertigkeitskomplexen zu laben?

  • 15.05.2013, 07:40 Uhrstromtid

    Des Kaisers neue Kleider ,wer,der dereinst lebte,erinnert nicht die Weisheit der Kinder.Richter weiss,dass all diese Versteigerungen sich ins Nichts versteigen.

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