_

Etruskische Kunst: Glanzvolles Museum für ein altes Volk

Mitten in der Krise glänzt Rom mit einer gelungenen Erweiterung seines Nationalmuseums für Etruskische Kunst. Terrakottastatuen, Grab- und Tempelfunde aus der römischen Königszeit entfalten nun in zwei restaurierten Villen ihren Glanz. 20 Millionen Euro flossen in die Neupräsentation.

Villa Poniatowski: der Sala indiana im Nationalmuseum für Etruskische Kunst. Quelle: Soprintendenza per i Beni Archeologici dell´Etruria meridionale
Villa Poniatowski: der Sala indiana im Nationalmuseum für Etruskische Kunst. Quelle: Soprintendenza per i Beni Archeologici dell´Etruria meridionale

RomIn Krisenzeiten ist die Erweiterung eines Museums schon als solche ein kleine Sensation. Die Eröffnung der Villa Poniatowski und ihre Angliederung an das Nationalmuseum für Etruskische Kunst (Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia ) in Rom verdient doppelten Beifall – sowohl für die herausragende Restaurierung einer baugeschichtlich und kunsthistorisch bedeutenden Villa als auch für die neue, vorbildliche Präsentation der Schätze des Museums. Die Exponate waren wegen Platzmangels im Haupthaus Villa Giulia so eng zusammengepfercht, dass man ihrer kaum gewahr wurde; andere verstaubten in den Depots.

Anzeige

Nun gibt es einen Grund mehr, nach Rom zu reisen. Die antike Etrusker-Stadt Veji ist auferstanden. Apoll und Herakles kämpfen wieder um die Hirschkuh mit dem goldenen Geweih, die der Göttin der Jagd, Artemis, heilig war. Die lebensgroßen Terrakottastatuen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die einst den Giebel des Tempels von Veji zierten, erwarten den Besucher in der Villa Giulia in einer Ausstattung, in der endlich auch das historische Umfeld und die Bedeutung von Veji zur Geltung kommen. So lernen die Besucher jetzt nicht nur die Welt der Götter kennen, sondern auch die der Herrscher und Untergebenen. Von ihnen erzählen die Funde aus ihren Grabkammern, darunter Wandmalereien aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. und Grabgewänder wie die bronzene Rüstung eines Königspriesters. Die kostbaren Exponate, offenbaren einmal mehr den hohen Zivilisationsgrad der Etrusker.

  • Die aktuellen Top-Themen
Wave-Gotik-Treffen: Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Die „Schwarze Szene“ besetzt Leipzig

Auch dieses Jahr ist Leipzig wieder das Zentrum düsterer Gestalten. Zum 21. Wave-Gotik-Treffen erwarten die Veranstalter 200.000 Besucher. Bei dem Festival stehen nicht die Musik, sondern die Kostüme im Mittelpunkt.

„Europas Schande“: Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Grass dichtet diesmal zu Griechenland

Nach dem umstrittenen Gedicht zum Verhältnis von Israel und Iran hat Nobelpreisträger Günter Grass sich zu einem aktuellen Thema geäußert. „Europas Schande“ heißt das Werk, in dem er Griechenland Beistand leistet.

Trotz Hypes: Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die „Gunter Sachs Collection“ feiert den Triumph

Die Sammlung des einstigen Lebemanns hat die Erwartungen deutlich übertroffen. Die Sotheby’s-Auktion war ein Triumph von Hype und Nostalgie über die Regeln des Kunstmarktes. Das Beste behalten die Erben aber für sich.

  • Video

Panorama Truppen in Somalia erobern weitere Stadt

Truppen der Afrikanischen Union und somalische Soldaten haben Kämpfer der radikal-islamischen Al Shabaab-Miliz aus der Stadt Afgoye vertrieben.

  • Business Wetter
  • Erwischt ...
Erwischt...: Erwischt...

Martin Blessing, Commerzbank-Chef

...bei den kleinen und großen Lügen: "Und nicht zuletzt wird aus heutiger Sicht auch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bereits für das Geschäftsjahr 2012 möglich."