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Impressionisten & Moderne: Große Kunst fürs Privatmuseum

Die Londoner Moderne-Auktionen von Sotheby’s und Christie’s bieten begehrte deutsche Malerstars an, darunter Werke von Max Liebermann und Emil Nolde. Der Höhepunkt unter den deutschen Angeboten ist aber ein anderer.

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Ernst Ludwig Kirchner: Ausschnitt aus „Das Boskett: Albertplatz in Dresden“, 1911. Quelle: Sotheby's
Ernst Ludwig Kirchner: Ausschnitt aus „Das Boskett: Albertplatz in Dresden“, 1911. Quelle: Sotheby's

Kunstkäufer begehren bewährte und gesicherte Künstler – in den Londoner Moderneauktionen werden sie in großer Fülle angeboten. Zwar fehlt ein Superlos, das weltweit Schlagzeilen machen wird. Aber es gibt „eine Fülle von Werken von Museumsqualität aus allen Schlüsselbereichen der Moderne“, verspricht Sotheby’s Spezialistin Helena Newman ohne allzu viel Übertreibung – und das gilt auch für die Konkurrenz.

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Allein Sotheby’s Abendauktion am 8. Februar hat ein Einnahmeziel von „über 78 Millionen Pfund“, obwohl sie mit 53 Losen einschließlich Surrealisten entsprechend Sotheby’s neuer Strategie extrem schmal ist. Damit könnte man das Vorjahresergebnis übertreffen, aber nicht gegen Christie’s, wo am 7. Februar über 90 Lose ausgerufen werden. Darunter sind Höhepunkte der Sammlung Hubertus Wald (Handelsblatt vom 6.1.12), Elizabeth Taylors van Gogh und Juan Gris’ kubistisches „Le Livre“ – ohne den doppelten Boden einer Garantie.

Dann versteigert Christie’s noch in einer eigenen Abendauktion eine europäische Privatsammlung, die auf 12 bis 18 Millionen Pfund taxiert ist. Die Sammler haben sich Mitte der 1990er-Jahre von der Alten Kunst ab, der neuesten Kunst zugewandt. Nun wird alles als eklektizistisches Ensemble versteigert: Anselm Kiefer und Limousiner Kästchen, Bruegel und Anselm Reyle. Christie’s Gesamtschätzung für die ganze Woche liegt bei 120 bis 177 Millionen Pfund.

Frühe Werke der Kubismus-Pioniere Braque und Picasso sind kaum noch zu haben. Deshalb reüssierten Arbeiten des später eingestiegenen Juan Gris in den letzten Jahren: 2007 erzielte Christie’s für ein Stillleben von 1915 den Rekordpreis von 18,5 Millionen Dollar, übertraf ihn 2009 mit 21 Millionen Dollar und schaffte 2010 dann 29 Millionen Dollar für „Violon et guitare“ von 1913. Wird nun das kühle „Le Livre“ von 1914/15 mit Buch, Weingläsern und einer Flasche die Serie weiterführen? Geschätzt sind 12 bis 18 Millionen Pfund.

Liz Taylors van Gogh soll 5 bis 7 Millionen Pfund bringen. Er wurde 1963 unter großem Hallo von ihrem Kunsthändler-Vater für 92000 Pfund ersteigert, als Postimpressionisten noch nicht so en vogue waren. Nun scheint ihr Stern wieder im Sinken, aber das Gemälde kann auf den Promi-Aufschlag hoffen.

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