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Junge Kunst aus Polen: Drehscheiben des Handels in Deutschland

Die Berliner Galerie Zak Branicka ist die wichtigste Plattform für zeitgenössische Kunst aus Polen. Aber auch andere Galerien haben die jungen Künstler aus dem Nachbarland für sich entdeckt.

Setzen auf polnische Künstler: Die Galeristinnen Asia Zak (l) und Monika Branicka (r) vor einem Gemälde von Pawel Ksiazek. Quelle: pr
Setzen auf polnische Künstler: Die Galeristinnen Asia Zak (l) und Monika Branicka (r) vor einem Gemälde von Pawel Ksiazek. Quelle: pr

BerlinWer sich in Deutschland mit einer Galerie selbstständig macht, braucht erfahrungsgemäß fünf Jahre, um sich zu konsolidieren. Nicht so die Galerie Zak Branicka. Erst 2007 in Berlin gegründet, entwickelte sie sich binnen kürzester Zeit zur wichtigsten Plattform für die zeitgenössische Kunst des Nachbarlandes. Möglich wurde dies durch die bislang noch schwach ausgebildete Galerieszene Polens.

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Monika Branicka, Mitbegründerin von Zak Branicka, konnte sich ihre Künstler aussuchen. Sie hat drei Generationen unter Vertrag, darunter Klassiker der sechziger und siebziger Jahre wie den Videokünstler Josef Robakowski oder die Fotokünstlerin Zofia Kulik. Für die zweite Generation stehen Namen wie die Performance- und Videokünstlerin Katarzyna Kozyra oder Joanna Rajkowska, die im Frühjahr parallel zur Berlin Biennale eine Einzelschau erhält. Unter den jüngsten Künstlern findet sich die 26-jährige Foto- und Videokünstlerin Agnieszka Polska, deren Videoarbeiten zurzeit in der Videolounge der Berlinischen Galerie gezeigt werden.

Neben Zak Branicka sind in Berlin auch die Galerien Johnen, Carlier/Gebauer, Nordenhake und Gregor Podnar Anlaufstellen für polnische Künstler. In München arbeitet Rüdiger Schöttle mit Goshka Macuga zusammen, die zurzeit eine Einzelausstellung in der Nationalen Kunstgalerie Zacheta hat. Die Polin, die auch für den Turner Prize nominiert war, wird in diesem Jahr an der Documenta in Kassel teilnehmen. Zuletzt war sie in Deutschland mit einer ihrer unheimlichen Skulpturen in der Ausstellung "Geheimgesellschaften" der Schirn Kunsthalle in Frankfurt zu sehen.

Internetadressen der wichtigsten erwähnten Galerien und Institutionen:
www.zak-branicka.com

www.galerie-schoettle.de

Internetadressen der im Hauptartikel erwähnten Galerien und Institutionen:

www.bwawarszawa.pl

www.rastergallery.com

www.gallery.leguern.pl

http://leto.pl

www.photoarchives.pl

www.karolinabregula.com


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