Kunstmarkt

_

Neon: Kunst aus der Röhre

Neonröhren reizen Künstler seit 70 Jahren zu Experimenten. Die ganze Vielfalt dieser Kunstform blättert erstmals eine Ausstellung in Paris auf. Veranstaltet wird sie vom Privatmuseum „maison rouge“.

von Olga Grimm-Weissert
Claude Léveque fordert zum Träumen auf: "Revez". Quelle: ADAGP/Gal. Kamel Mennour
Claude Léveque fordert zum Träumen auf: "Revez". Quelle: ADAGP/Gal. Kamel Mennour

ParisSeit hundert Jahren werben Neonröhren als Werbesignal in unseren Städten für Produkte und signalisieren Großstadtatmosphäre. Seit den 1940er-Jahren experimentieren Kreative mit der Lichtintensität von Neonröhren, die es in so blendenden und wie Neon-Farben gibt. Das Pariser Privatmuseum „maison rouge“ www.lamaisonrouge.org

Anzeige

leuchtet das Phänomen Neon in der Kunst erstmals mit 108 Werken von 83 Künstlern aus.

Mit bunten Neonbuchstaben schrieb Maurizio Nannucci den Satz, der als Titel der Schau dient: „Who's afraid of red yellow and blue?“ Wer hat Angst vor Rot Gelb und Blau? Nannucci verwendete für seine Paraphrase auf Barnett Newmans provozierend wirkende Farbfeldmalerei gleichen Titels Licht in den Farben rot, gelb und blau. Als die Berliner Nationalgalerie 1982 Newmans vierte Version dieses Farbdreiklangs ankaufte, wurde der Direktor nicht nur wüst beschimpft. Er erhielt auch Morddrohungen. Dem Kurator der Pariser Neon-Ausstellung, David Rosenberg, kann das heute nicht mehr passieren. Er konstatierte indes, dass bisher noch keine Institution eine derartig umfassende Schau zum Thema Neon und Kunst auf die Beine gestellt hat.

Vom Wortspiel zur Abstraktion

In der Neon-Schau folgt man einem locker-luftigen Parcours, der mit Werken in Form von Buchstaben, Wortspielen und Sätzen auf englisch, deutsch, französisch und lateinisch beginnt. Thematisch-chromatisch gehängt, folgen Neon-Kunstwerke der geometrischen Abstraktion, wo die blendende Konstellation von Neonröhren das Werk an sich darstellt.

Künstler wie Dan Flavin, François Morellet, Stephen Antonakos, Stephane Dafflon oder John Armleder setzten das Prinzip der geometrischen Abstraktion in Neonwerke um. Wobei Dan Flavin seit Jahrzehnten als „der“ Neon-Künstler schlechthin gilt.

  • Die aktuellen Top-Themen
Krebsleiden erlegen: Gottfried John ist mit 72 Jahren gestorben

Gottfried John ist mit 72 Jahren gestorben

Gottfried John ist im Alter von 72 Jahren in der Nähe von München gestorben. Wie der WDR mitteilte, erlag der deutsche Schauspieler einem Krebsleiden. Bekannt war John unter anderem als James-Bond-Bösewicht.

Wegen Steuerbetrug: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen TV-Koch Lafer

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen TV-Koch Lafer

Fernsehkoch Lafer sieht sich mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung konfrontiert – gegen ihn wird ermittelt. Sein Restaurant und seine Kochschule wurden durchsucht. Lafers Anwalt zeigt sich zuversichtlich.

Weitere Person verdächtigt: Ermittlungen in Achenbach-Affäre ausgeweitet

Ermittlungen in Achenbach-Affäre ausgeweitet

In der Affäre um den Kunstberater Helge Achenbach wirft die Staatsanwaltschaft einem früheren Geschäftspartner Achenbachs gemeinschaftlichen Betrug vor. Er soll „wissentlich“ an Kommissionsgeschäften mitgewirkt haben.

  • Business Wetter
Eine junge Dame wirbt für Parship

Wer passt zu mir?

Finden Sie jetzt den passenden Partner. Partnersuche nur mit PARSHIP!