Kunstmarkt

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New York: Hohe Preiserwartungen für Impressionisten

Die Kataloge sind wieder dick geschwollen, die Schätzpreise liegen oft in zweistelliger Millionenhöhe. Das Angebot bei Christie's und Sotheby's ist gut, die Auswahl groß.

Edgar Degas: „Petite danseuse de quatorze ans“ (Ausschnitt) Quelle: dapd
Edgar Degas: „Petite danseuse de quatorze ans“ (Ausschnitt) Quelle: dapd

New YorkIm November 2010 erzielte ein sperriges Bronzerelief mit einem Rückenakt von Henri Matisse überraschende 48,8 Millionen Dollar. Spätestens da wurde den Verantwortlichen der gemeinnützigen Burnett Foundation im texanischen Fort Worth klar, dass sie auf einem Schatz sitzen. Die 1978 mit Millionen aus Viehzucht und Öl gegründete Familienstiftung, die sich auf lokaler Ebene vor allem um Erziehung und Gesundheit kümmert, besitzt seit 1982 die vollständige, vierteilige Serie der weiblichen Rückenakte von Matisse.

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Das Thema hatte den Künstler über 23 Jahre beschäftigt. Kurzentschlossen übergab die Stiftung das Quartett im Januar zum diskreten Privatverkauf an Sotheby’s. Der Preis lag angeblich bei 200 Millionen Dollar. Aber niemand biss an, nun werden die Reliefs einzeln versteigert. Den Anfang macht am 2. November in Sotheby’s New Yorker Auktion mit Kunst der Impressionisten und der Klassischen Moderne „Nu de Dos (Ier état)“ von 1908 (Schätzung: 20 bis 30 Millionen Dollar).

Mehrere internationale Museen versteigern in dieser Saison Werke, darunter das Art Institute of Chicago, das New Yorker Museum of Modern Art und Israels größte Kulturinstitution, das Jerusalemer Israel Museum. Sieben Gemälde aus dem Museum of Fine Arts, Boston, überwiegend Landschaften, werten Sotheby’s anämisches impressionistisches Angebot durch Qualität und Marktfrische auf.

Claude Monets Ansicht des befestigten Städtchens Antibes (1888) führt die Gruppe mit fünf bis sieben Millionen Dollar an. Das Museum will mit der erwarteten Gesamteinnahme von 13,6 bis 19,3 Millionen den soeben einer privaten Stiftung abgekauften männlichen Akt „Homme au bain“ (1884) des französischen Impressionisten Gustave Caillebotte finanzieren.

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