Kunstmarkt

Ausländische Bieter tragen das Geschäft

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Expansion ins Ausland

Louise Bourgeois (1911-2010): "Spider", Stahl, 47 x 155 x 102 cm, versteigert für 3.4 Millionen Euro. Quelle: Christie's Images Ltd. 2013
Louise Bourgeois (1911-2010): "Spider", Stahl, 47 x 155 x 102 cm, versteigert für 3.4 Millionen Euro. Quelle: Christie's Images Ltd. 2013

2012 beschlossen mehrere Pariser Versteigerer endlich die Gründung von Filialen und Partnerschaften im Ausland: Artcurial ging ein Joint-Venture in Peking ein und eröffnete anschließend Büros in Mailand und Brüssel. Der junge Auktionator Arnaud Cornette de Saint Cyr versteigerte in Paris und Brüssel. Auch Alexandre Millon eröffnete einen Auktionssaal in Brüssel und versteigerte in Jerusalem und Dubai gemeinsam mit Partnern. Die Initiativen in Richtung auf einen weltweiten Markt sind ein positives Signal; einmal abgesehen von der Millon und Opera Gallery Auction in Dubai am 22. Oktober, für die ein Moise Kisling zugeschriebenes Gemälde mit der haarsträubenden Provenienz „Collection Jagers, Köln; Collection Beltracchi, Palma“, katalogisiert worden war.

Direktverkäufe auf lange Sicht entscheidend

Die bereits erwähnten Direktverkäufe der Auktionshäuser an private Käufer oder öffentliche Institutionen sollen laut Christie's auf lange Sicht das Hauptgeschäft werden. Die Auktionsergebnisse würden dann nur noch den Gipfel des Eisbergs darstellen. Vorläufig konstatiert Christie’s, die Zahlen der privaten Transaktionen seien nicht kontrollierbar, die Kommission der Auktionatoren bleibe geheim, die ohnedies nur illusionäre Transparenz gehe völlig verloren. Da die französischen Galeristen ihre Umsätze selbstbewusst auf etwa dieselbe Höhe wie die der Auktionatoren in ganz Frankreich einschätzen, also auf rund 2 Milliarden Euro, versteht man die Begehrlichkeiten.

Sprunghafter Anstieg der Internet-Auktionen

Parallel zum Ausbau der internationalen Niederlassungen weiteten die Pariser Auktionatoren das Mitsteigern via Internet aus. Dessen prozentualer Anteil am Umsatz stieg im letzten Jahr sprunghaft an. Bei „Christie's Live“ wuchs er um 53 Prozent auf 7,5 Millionen Euro.

Starke Bieter aus China

Paris bleibt eine internationale Kunstmarkt-Drehscheibe, wie der Anteil der ausländischen Käufer bei Artcurial und bei Sotheby's. Er beträgt je 67 Prozent. „Je höher der Preis klettert, umso weniger Franzosen bieten mit“, erklärt François Tajan (Artcurial). Besonders die Asiatika-Auktionen ziehen ausländische, meist chinesische Käufer an. Sie halten die Pariser Bilanz auf ihrem bisherigen Umsatz-Niveau.

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