Kunstmarkt

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Photo Weekend: Fotokunst in der ganzen Stadt

Immer mehr Galerien, Museen und Theater mehren den Ruhm Düsseldorfs als Zentrum internationaler Fotokunst. Prominente wie Bryan Adams locken an diesem Wochenende das Publikum.

Rockstar Bryan Adams im NRW-Forum in Düsseldorf vor seinen Fotos von Amy Winehouse. Quelle: dpa
Rockstar Bryan Adams im NRW-Forum in Düsseldorf vor seinen Fotos von Amy Winehouse. Quelle: dpa

DüsseldorfIm letzten Jahr kam das erste "Duesseldorf Photo Weekend" mit nur zweimonatigem Vorlauf recht kurzfristig zustande. Damals waren es zwölf Galerien, die spontan die Initiative ergriffen, flankierend zur Schau "State of the Art: Photography" im NRW-Forum einen ganz anderen Querschnitt aktueller Fotokunst zu zeigen, als er dort zu sehen war. Sowohl die Schau im NRW-Forum als auch die Initiative der Galerien waren ein voller Erfolg. Damit drängte sich eine Institutionalisierung der Kooperation zwischen Museen und Galerien geradezu auf.

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Bei der zweiten Ausgabe des Photo Weekend an diesem Wochenende ist nicht nur die Zahl der beteiligten Institutionen auf 27, davon 14 Galerien, angewachsen. Das Düsseldorfer Schauspielhaus und der Malkasten öffnen sich der Fotokunst, ein internationaler Book Salon wird veranstaltet, und auch im Intercontinental Hotel und im Polnischen Institut gibt es Fotoausstellungen.

Die Fotokunst ist allgegenwärtig in der Stadt, die schon seit geraumer Zeit als Kapitale der Fotokunst bezeichnet wird. Spätestens seit Bernd und Hilla Becher die "Düsseldorfer Schule" etablierten, ist Düsseldorf in der Fotokunst eine starke Marke. Und ein Brennspiegel für den rasanten Wandel, in dem die Fotokunst sich derzeit befindet und ihre Grenzen von der Dokumentation über die Gebrauchskunst in den Bereichen Mode und Design bis hin zur abstrakten, kaum mehr als Fotografie wahrnehmbaren Kunst neu markiert oder sogar spielerisch aufhebt.

Sir Ben Kingsley. Quelle: AFP
Sir Ben Kingsley. Quelle: AFP

Den Rockmusiker Bryan Adams kennt jeder, den Fotografen Adams kennen nur wenige. Deshalb fächert das NRW-Forum das weitgehend fotografische Werk des kanadischen Sängers und Gitarristen mit mehr als 150 Arbeiten auf. Hat der Popstar inzwischen doch auch als Fotograf etliche Preise und Auszeichnungen kassiert. Bereits zwei Mal wurde Adams mit einem Lead-Award in der Kategorie "Porträtfotografie des Jahres" ausgezeichnet, unter anderem für ein Porträt des Schauspielers Mickey Rourke, das als Teil einer Serie auch in der Düsseldorfer Schau zu sehen ist. Ferner ist Adams Mit-Herausgeber des "Zoo Magazine", einer Zeitschrift für Fotografie, die er 2004 in Berlin gründete.

Adams fotografiert Celebrities und profitiert dabei von der kollegialen Nähe zu den Stars und ihrem Vertrauen zu dem Gleichgesinnten, der um die Lust und Last der Prominenz weiß. So können Porträts von großer, manchmal fast erschreckender Intimität entstehen, die - mal grobkörnig in Schwarz-Weiß oder sogar verwackelt, mal farbig und gestochen scharf - nur selten ruhig inszeniert sind, sondern meistens die Magie des Augenblicks einzufangen scheinen.

Oft zeigen sie die Berühmtheiten in verwahrlosten Umgebungen oder in morbidem Ambiente, wie die Serie von Mickey Rourke in einem mit Empire-Möbeln vollgestellten Hotelzimmer. Häufig inszenieren Adams' Fotos den zornigen Gestus des Rockmusikers, manchmal reagieren sie einfach auch nur mit respektlosem Humor auf vorgefundene Situationen, wenn er etwa die Queen im Buckingham-Palast mit staatstragendem Lächeln auf einem Stuhl porträtiert und neben dem Stuhl gut sichtbar schmutzige Gummistiefel an der Wand stehen.

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