
New YorkGo, Go, Go schallt es am frühen Abend um viertel nach sechs über die New Yorker Brooklyn Bridge. 15 fitnesshungrige New Yorker sprinten los – Richtung Brooklyn. Die Skyline von Manhattan im Rücken schlängeln sich die Läufer durch das Gedränge auf der weltbekannten Brücke. Vorbei an Touristen aus aller Welt, die nicht wissen, was um sie herum geschieht und schnell ihre Kameras zücken, um diese Attraktion festzuhalten.
Denn ein Spektakel ist es wirklich. Fast schon eine Institution in New York: das Brooklyn Bridge Bootcamp. Erfunden von der Deutschen Ariane Hundt. Es gilt als eines der härtesten Workouts der Stadt. Bei dem einstündigen Intervalltraining verbrennt man ungefähr 800 Kilokalorien. Die Teilnehmer sind Studenten, Manager, Models, Rentner und manchmal sogar auch Touristen, die ihr Sightseeing mit Workout verbinden wollen.
Wie ein Flummi hüpft die 34 Jahre alte Ariane Hundt über die Brücke und feuert ihr Team an. Sie kennt jeden einzelnen mit Namen, auch die Neuen, die zum ersten Mal dabei sind. Nur Gnade kennt sie nicht. Jeder wird angetrieben. Nach dem ersten Drittel der Brücke, werden die ersten Übungen gemacht. Liegestütze am Brückengeländer, Beinmuskeltraining an den Feilern. „Faster, faster, faster“ brüllt sie.
Dann geht es weiter bis nach Brooklyn und wieder zurück. Auf dem Rückweg dann der Blick nach Manhattan. Die Skyline entschädigt für die Seitenstiche.