Dress for Success

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Modische Glatzen: Männer oben ohne

Gegen Haarausfall ist immer noch kein Kraut gewachsen. Was macht Mann, wenn er oben blank ist? Am besten einfach einen kühlen Kopf bewahren. Und: Schwamm drüber!

Hollywood-Star Bruce Willis steht zu seiner Glatze und kommt trotzdem gut an. Quelle: ap
Hollywood-Star Bruce Willis steht zu seiner Glatze und kommt trotzdem gut an. Quelle: ap

Der Mensch hat bis zu 150.000 Haare. Auf dem Kopf. So etwa 100 fallen ihm jeden Tag aus. Das ist normal. Doch beinahe Jedermann wird früher oder später (jeder Dritte über Dreißig und jeder Zweite über Fünfzig) von erblich bedingtem Haarausfall heim gesucht. Nicht wenige schon in jungen Jahren. Für viele Männer eine erschütternde Erkenntnis. Vor allem bei denen Mähne für Männlichkeit steht.

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Eigentlich dumm, wo doch medizinisch gesehen gerade eine Überproduktion des Männlichkeitshormons Testosteron schuld sein soll an der Glatzenbildung. Schon Aristoteles sah darin ein Zeichen männlicher Potenz. 

Lichten sich die Ecken, kommt in der Mitte das Knie durch, sollte Mann das mit asiatischer Gelassenheit nehmen wie einst dieser vornehme Chinese, dessen pfiffiger Friseur es verstand, ihm aus nur drei Haaren einen Zopf zu flechten. Dasselbe gelang sogar noch mit zwei Haaren. Als nur noch eines da war, schien der Barbier ratlos. Sein Herr dagegen seufzte Schicksals ergeben: „Dann trage ich mein Haar eben ab heute offen.“ 

Wofür brauchen wir überhaupt unsere Haare - außer ab und an zum Raufen? Klar, als Wärmedämmung und Lichtschutz. Aber angeblich auch fürs Imponiergehabe, um Männchen bzw. Weibchen anzulocken. Und demzufolge Nebenbuhler abzuschrecken mittels Drohfunktion: Fell aufstellen, Nackenhaare sträuben …   

Wenn das alles nicht mehr möglich ist, was dann? Heiliger Haarkranz? Unentschlossene Halbglatze? Geheime Ratsecken? Einsame Stirnlocke? Retro-Reste-Look a là Heinz Maegerlein quer über’n Schädel? Oder einfach Flucht unter Designer-Tarnkappen, dicke sportliche Strickmützen? 

Der Prozedur einer schmerzhaften und kostspieligen Haarverpflanzung von hinten nach vorne mag sich auch nicht Jedermann unterziehen. Ein Düsseldorfer Schönheitschirurg erledigt solche fünf- bis sechsstündigen Schnitzereien in seiner Privatklinik in einem 5-Sterne-Hotel zwar immer häufiger, doch persönlich käme er nie auf die Idee, sich seine schüttere Mähne aufforsten zu lassen. Warum nicht? Seine einsilbige Antwort ist eindeutig: „Angst“. Wahrscheinlich davor, hinterher auszusehen wie Berlusconi. 

Dagegen: Ein Toupet tut nicht weh. Aber wollen Sie wirklich aussehen wie Elton John oder Ole von Beust? Ok, da wäre noch Sean Connery. Doch der Geheimagent 007 ist auch Einzige, der je mit’m Fifi auf’m Kopp die Wahl zum „Sexiest Man Alive“ gewonnen hat. 1989. 

Seitdem sind viele Haare ausgefallen. Und dagegen lauter helle Köpfe angenehm aufgefallen, vorbildschön nach Stars wie einst Kojak Telly Savalas. Oder Eierkopf Yul Brynner in „The King and I“. 

Apropos König. Haarausfall macht auch vor gekrönten Häuptern nicht halt. Das sah man erst kürzlich bei diversen Royal Wedding-Veranstaltungen. Bei Prinz William geht’s schon los, ebenso wie bei Albert von Monaco. Dagegen wirkt der Rugby-Star Mike Tindall, der frisch Angetraute von Zara, der Lieblingsenkelin der Queen, mit seiner Billardkugel wie ein Testosteron-Standbild. 

Auch Bruce Willis und Ben Kingsley wissen längst aus eigener Erfahrung: Wenn man markante Gesichtszüge hat, kann ein Glatzkopf sehr attraktiv wirken. Auch und besonders auf Frauen. Selbst David Beckham betont seine Männlichkeit gern mal mit einem rasierten Schädel, wie es schon die alten Ägypter taten – als Zeichen ihres Wohlstands. Steht übrigens auch schönen Frauen wie Cameron Diaz, Demi Moore oder dem farbigem Model Alek Wek zu Gesicht. 

Also doch: Lieber Glatze als gar keine Haare. Schwamm drüber. Und: Nie wieder Bad Hair Day. 

  • 24.01.2013, 18:18 Uhrhaha

    [+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

  • 25.09.2012, 01:16 Uhro464559

    Die alten Ägypter haben auf ihren rasierten Glatzen gern Perücken getragen (hab ich mal gehört, aber nicht vom nem Ägypter).

  • 26.06.2012, 13:59 Uhraaa123

    Geschmakloser Chauvi Kommentar.

    Ich bin 26 Jahre alt, und trage bald "Kranz". Na und? Mir doch egal, Mann kann ja trotzdem noch viel aus sich machen.

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