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Diskussion: Kommentare zu: Die Last der Sterne

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 16.12.2012, 12:22 Uhragenda2020

    ja die Reichen müssen Essen, und die armen müssen kämpfen für paar Euros...
    der Wohlstand der oberen Menschenschicht muss ja auch weiterhin gewährleistet werden, und darum müssen die härter ran!

  • 16.12.2012, 12:43 UhrTom

    Alptraum mit "p"? Das muss Albtraum mit "b" heißen...als Prämie für's Korrekturlesen hätte ich jetzt gern den Amazon.de-Gutschein 200,- €. Danke.

  • 16.12.2012, 14:56 Uhr Andreas

    Ganz ehrlich, wenn man eine so große Fresse hat, nur schreit und in Hierachien denkt, den Nachwuchs verschmäht und erst gar nicht ausbildet, dann hat man nichts anderes verdient als Schulden.

    Die ältere und alte Generation der Köche ekelt mich an. Ihr könnt nicht mehr richtig kochen, übt euch teilweise in "versteckter Warenunterschiebung" weil ihr kein Geld mehr habt und ihr wisst größtenteils nichts mehr von Rezepturen. Womit gesagt ist, dass das Essen von mal zu mal anders aber schlecht schmeckt. Ihr seid die Generation von schuldlosen Taugenichtsen geworden, von denen eure "Alten" gesprochen haben.

    Immer weniger Jugendliche entscheiden sich für den Beruf. Die Zahlen sind stark rückläufig. Wie ist denn der Ausbildungstand in Frankreich oder Österreich oder in England? Abnehmend oder konstant?

    Immer mehr Restaurants gehen innerhalb desselben Stadtteils, parallel zueinander in die Insolvenz, weil die Inhaber nicht merken, dass sie sich mit ihrem widersinnigen und unglaublich bescheuerten Preiskampf ( "scharfer Wettbewerb") gegenseitig in den Ruin treiben. Da habe ich lieber Böll´s "Ansichten eines Clowns" während der Arbeitslosigkeit gelesen, als dem Staat im selben Zeitraum mit dem Insolvenzverwalter und dem Arbeitsgericht auf der Tasche zu liegen. Aber auch von Außen ist die Gastronomie immer noch komischer geblieben als Hans Schnier.

    Aberwitzig sind dann auch die Gäste. Ja, sie da, vor der Mattscheibe. Sie wissen wann wir Köche arbeiten müssen, die Bereitschaft aber, mal mehr für ein Essen zu zahlen ist nicht da. Diese Kritik geht gezielt an das ohnehin fettgefressene deutsche Kleinbürgertum da draußen. ....sind nicht immer die Politiker schuld. Ist nicht so.

    Die Probleme in der Gastronomie wurden gestern flächendeckend hausgemacht. Und morgen wird serviert.

    ...Wohl bekommts.

    -Andreas- Hannover

  • 16.12.2012, 15:27 UhrWolfsfreund

    "Alptraum mit "p"?"
    ---------------------
    Halte ich auch so! Ich schreibe (auch in meinen Artikeln) grundsätzlich und konsequent in alter, deutscher Rechtschreibung. Aber zur Sache...

    Ich konnte diesen Hype um die "Sterne-Küche" nie wirklich nachvollziehen. 3 stellige Rechnungen pro Person, nur um irgenwelche, exaltierte Gerichte zu kosten? Ich war mal zu so einem Essen eingeladen: Süppchen mit Trüffelchen hier, Hirsch-Medallions da (Frage: "Wie fanden Sie das Fleisch?" Antwort: "Nach langer Suche unter der Deko.."), glaciertes Erdbeerchen dort, verdrehte Augen beim Austern- und Kaviar-Schlürfen ... Großes Gewese inkl. Bedienung im Pinguin-Look, albernes Getue, nichts dahinter, dazu ein staubtrockener Wein, der mir schlicht nicht schmeckte, dafür aber umso teurer war.
    Abends zuhause hatte ich schlicht HUNGER und holte mir eine ordentliche, gute Curry Wurst mit Pommes.
    Will sagen: Wenn man mich einlüde und vor der Wahl stellte, Schickimicki-Freßchen für 200 € in einem Nobel-Schuppen oder eine schlichte, handfeste Brotzeit mit einem Becher Tee oder einem Schluck rotem Landwein aus der Flasche am Lagerfeuer am Ende eines langen Tages draußen in der Natur, dann wird es garantiert letzteres. Die Sterneküche samt ihren Austern und Hummern überlasse ich gerne den entsprechenden Bussi-Bussi-Kreisen. Das ist nicht meine Welt...

    • 16.12.2012, 22:22 UhrSchuischel

      Wenn Sie nach einem Sterne-Restaurant wirklich noch hunger hatte, waren Sie in keinem einzigen. Ich war hin und wieder in der Speisemeisterei vom Oehler (ein Stern). Auch beim Lafer (meines Wissens kein Stern, hat er nicht mehr nötig), im Dekra Clubrestaurant (ein Stern) und Hammers Restaurant (ein Stern). Zwar sind die einzelnen Gänge klein, es handelt sich jedoch mit dem Gruß aus der Küche und den einigen Gängen auf der Karte inkl. der gewünschten Zeit zwischen den Gängen um fast schon ein Stopfen, als um Essen. Beim Lafer im Le Val d'Or konnten wir die Nachspeise nur noch zum Teil essen, nicht weil es nicht geschmeckt hat, sondern weil es schlicht zu viel war. Und es geht in diesen Lokalitäten auch nicht staub trocken zu. Die Kellner sind freundlich und sicher keine Pinguine. Im Gegenteil, ich hab in einfachen Lokalen meist einiges mehr an staubtrockener Atmosphäre als im Der Abend macht Spaß. Wer schon einmal in einer solchen Lokalität war, weiß es. Sie wissen es nicht. Ich nehme einfach an, dass Sie keine Ahnung haben und hier Vorurteile aufwärmen, von welchen Sie keine Ahnung haben.

    • 17.12.2012, 08:56 UhrWolfsfreund

      "Sie wissen es nicht. Ich nehme einfach an, dass Sie keine Ahnung haben und hier Vorurteile aufwärmen, von welchen Sie keine Ahnung haben."
      ------------------------------
      Falsch angenommen! ;-) Es war schlicht meine Erfahrung, die ich auch nicht wiederholen muß. Ist aber zugegebenermaßen schon etliche Jahre her...
      Vorurteile? Nein! Ich mag einfach diese aufgeblasene, gezwungene Atmosphäre inkl. Anzugzwang nicht. Ich bin der Typ mit Armeeklamotten und Hundeführerweste und eine ehrliche Gulaschsuppe nach guter Hausmacher-Art plus einen Kanten selbstgebackenes Brot ist mir lieber, während meine Vierbeiner (ein ganzes Rudel) um mich herumliegen und es sich ebenfalls schmecken lassen.
      Wie sagt man im Rheinland? Jeder Jeck ist anders... :-)

  • 16.12.2012, 15:42 UhrLucas

    @Andreas:
    Was hat denn bitte Haute Cuisine mit dem Kleinbürger zu tun? Der Kleinbürger isst um satt zu werden. Haute Cuisine hingegen ist nichts weiter als schmackhafte Kleinkunst anhand derer sich die Köche die Bestätigung holen, die sie fernab der Küche scheinbar nicht erfahren.

  • 28.03.2013, 12:12 Uhrhundertvierzig

    wenn bewirtungsrechnungen nicht mehr von der steuer abgesetzt werden greifen die leute qwieder nach der gabel und nicht nach den sternen.

    dann ist aber die sklavenhalterei,wareneinsatzschummelei in der küche und die steuerhinterziehung in der gastronomie noch lange nicht vorbei

    leben kann man,mann und frau und hunderudel s.o. auch ohne restaurantbesuch

    140 kg

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