Jürgens Weinlese

Reise durch „Europas Weinkeller“

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Leckeres vom Bio-Weingut

Gekauft habe ich dort dann einige Wein aus der Sud-Linie der Rebsorten Negramaro und Primitivo. Weine, die einige Monate im Holzfass ausgebaut und für sieben Euro ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben – und mir sehr gut gefallen haben. Interessant und neu für mich war auch der „Primitivo Nuevo“ (neuer, junger Primitivo) - dem „Beaujolais Primeur“ nachempfunden; vom Geschmack her natürlich nicht, sondern von der Vermarktungsstrategie. Ich habe davon 3 Flaschen gekauft, weil mich das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt hat.

Dossier zum Download Die 100 besten Weingüter Deutschlands

Rheinhessen erlebt seit Jahren einen atemberaubenden Aufschwung. Acht Güter der Region finden sich inzwischen in der Winzer-Oberliga. Aber es müssten noch viel mehr sein. Dazu: Alle Adressen und Infos zu den Top 100.

Aber hier ein ganz anderer Tipp meinerseits: Wenn Sie dieses Kooperative besuchen, dann sollten Sie unbedingt das Olivenöl – fruchtig mit einer gewissen Schärfe – mitnehmen. Absolut empfehlenswert und nicht teuer.

Doch es gibt nicht nur Kooperativen, sondern auch viele kleine privat geführte Weingüter. Eines davon war Polvanera. Ein Bio-Weingut, erst 2003 gegründet. Es verzichtet vollständig auf den Einsatz von Holz bei der Herstellung der Weine. Die Weine lagern in einem tief ausgeschachteten, riesigen Keller, umgeben von hartem Stein. Das Premium-Produkt ist ein exzellenter Primitivo. Ein mächtiger Wein, der nach  Kirschen und Beeren aber auch nach Lakritz und Kräutern duftet. Er ist dennoch  frisch und saftig mit einer bestechenden Länge. Kostet aber auch 20 Euro. Ich freue mich schon auf das Öffnen der beiden Flaschen, die ich gekauft habe.

Der Autor ist Wein-Liebhaber und freut sich über Leserreaktionen. Mailadresse: roeder@handelsblatt.com

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