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Modemesse CPD: Was vom Laufsteg in die Läden kommt

Die Fashion Weeks sind gelaufen, jetzt warten die Modelabels gespannt auf die Resonanz von den Einkäufern. In diesen Tagen entscheidet sich, was im Herbst in die Läden kommen wird - unsere Reporter haben sich umgehört.

von Yavi Bartula und Roland Schweins Quelle: styleranking.de
Fürstin Marwar erlaubt keine kulinarischen Weihnachtssünden, wenn es eines der Kleider sein soll. Vielleicht können die knallbunten Clutches und Heels von kleinen Makeln ablenken? Quelle: styleranking.de
Fürstin Marwar erlaubt keine kulinarischen Weihnachtssünden, wenn es eines der Kleider sein soll. Vielleicht können die knallbunten Clutches und Heels von kleinen Makeln ablenken? Quelle: styleranking.de

Wer sich dieser Tage in die Showrooms begibt, sieht viel Andrang. Das ist eigentlich verwunderlich, denn die Modebranche beklagte noch bis vor wenigen Tagen Umsatzausfälle wegen zu hoher Temperaturen. Jetzt – wo die Sale-Saison beginnt und die Läger geräumt werden müssen – setzen erst die Minusgrade ein, die es im Handel braucht, um dicke Winterjacken und Fellmützen an den Kunden zu bringen. Derweil wird den Händlern bereits die Kollektion für Herbst und Winter des kommenden Jahres präsentiert. Und: Sie ordern beständig, die Einkäufer zeigen sich zufrieden.

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Ein Überblick: Das Label Aïno macht vor, was sich als Trend durch fast alle gezeigten Kollektionen zieht: weite Schnitte, kaschierende Farben, schwere Stoffe, gnädige Bequemlichkeit. Mode, die die eine oder andere winterliche Sünde erlaubt. Rimini macht mit, setzt aber mit vereinzelten Mustermixen, Leo-Prints und asymmetrischen Experimenten konträre Akzente. Fürstin Marwar mag diese Unterstatements gar nicht und schickt die Models in hautengen Cocktailkleidchen und knallbunten Accessoires auf den Laufsteg. Damit bekämpft das Label zumindest nicht die kommende Dominanz von Kleidern und unterstützt den Rückgang von maskulinen Looks.

Modetrends Was sich Frauen im Herbst wünschen

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Apropos. Der türkische Designer Ümit Ünal besuchte jüngst die Orderstadt Düsseldorf und vermischt genau diese mit femininen Elementen. Er kreuzt sie in seinen Entwürfen zu einem avantgardistischen Sample, das vermutlich jeden fasziniert, aber in kaum eine private Garderobe wandert. Zu extravagant. Einen guten Mittelweg findet hingegen Alexandra Schiess, die alles kreativ kombiniert, was andere punktuell einsetzen. Viel Schwarz, großflächiges Grau, androgyne Silhouetten, zaghafte Falten- und Farbexperimente. Individualität wird großgeschrieben.

Mit nüchterner Objektivität und klarem Verstand lassen sich bei vielen Brands kollektionsübergreifende, immer wiederkehrende Elemente entdecken. So werden uns in der kommenden Herbst/Winter-Saison vor allem drei Tendenzen erwarten: Klassische Schwarz- bis Schwarz/Weiß-Kombinationen, intensiv leuchtende Farb- und Musterspiele sowie glamouröse Glitzer-Applikationen.

Mode Heiße Dessous für den kalten Winter

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Die differenzierten und unterschiedlich gewichteten Ausprägungen dieser vorherrschenden Trends zeigen sich zum einen in den farblosen smoothen Chiffon-Variationen von „Karl“, der neuen erschwinglichen Modelinie von Lagerfeld, und in denen von dem amerikanischen Jeanslabel JBrand, welches mit jugendlichem Charme viel Leder, Pink und extrovertierte Schnitte zu lässigen Looks verknüpft. Einen ähnlichen Effekt erzielt auch der deutsche Designer Steffen Schraut, der mit hochwertigen Materialien arbeitet und seine Oberteile in einer Preislage zwischen 140 und 300 Euro im Verkauf anbietet. Er schafft es, in seiner Kollektion eine klare Linie zu behalten und gleichzeitig Mutter und Tochter mit wunderschönen Kollektionsteilen auszustatten.

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