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Protest gegen Auszeichnung: "Keinen Bambi für Bushido"

Schwulen- und Lesbenverbände protestieren gegen die Auszeichnung von Bushido mit dem Bambi. Wegen seiner frauenfeindlichen und homophoben Texte sei der Berliner Rapper kein gelungenes Beispiel von Integration.

Der Berliner Rapper Bushido steht wegen seiner Liedtexte in der Kritik. Quelle: dpa
Der Berliner Rapper Bushido steht wegen seiner Liedtexte in der Kritik. Quelle: dpa

BerlinVertreter von Grünen sowie Frauen-, Schwulen- und Lesbenverbänden haben die Verleihung eines Bambis für Integration an den Rapper Bushido kritisiert. Der deutsch-tunesische Künstler trete schon seit Jahren mit frauenfeindlichen, homophoben und gewaltverherrlichenden Texten in Erscheinung, erklärten Grünen-Chefin Claudia Roth, sowie Terre des femmes und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) am Mittwoch in getrennten Mitteilungen. Bushido könne kein Beispiel für junge Leute abgeben. 

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„Bushido ist sicher kein Beispiel für gelungene Integration, sondern eine äußerst erfolgreiche Kunstfigur, die auf dem Rücken von Minderheiten große Kasse macht. Dass er dabei Frauen nur als ,Schlampen' bezeichnet und Botschaften wie ,Schwuchteln verkloppen' rappt, scheint den Burda-Verlag nicht zu stören“, erklärte Roth. 

Der Münchner Burda-Verlag vergibt jedes Jahr den Bambi, einen der bedeutendsten deutschen Medienpreise. Dieser wird in einer Vielzahl von Kategorien vergeben. Bushido soll in diesem Jahr einen Bambi für Integration erhalten. Der 33-Jährige leiste einen „wertvollen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis sozialer Gruppen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln“, hatte Burda erklärt. Er sei ein „Beispiel für gelungene Integration“. Die Bambi-Verleihung findet am Donnerstagabend in Wiesbaden statt.

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