Wenn in den kommenden Jahren Winzer ihre Weine abfüllen, werden sie nicht mehr darauf bauen können, dass sie Schützenhilfe von dem Westküsten-Amerikaner bekommen. Vergangene Woche erklärte Parker, dass er sich vom Tagesgeschäft zurückziehen wird und große Anteile seiner Publikation verkauft. Die neuen Partner sollen drei Hedgefondsmanager aus Singapur sein, Parker bezeichnete sie im „Wall Street Journal“ als „junge Visionäre“ aus der Finanz- und IT-Branche. Was die neuen Herren mit ihren Anteilen tun, ist ungewiss. Sicher ist nur: Die Weinwelt wird nicht mehr die gleiche sein.
Parker-Punkte sind die wichtigste Währung in der Weinbranche, der Einfluss Parkers auf den Weinmarkt ist immens. Als „Million-Dollar-Nose“ wurde er beschrieben. Kollegin Jancis Robinson bezeichnete ihn als „den erfahrensten und vertrauenswürdigsten Verkoster“ der Welt, der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac lobte ihn als den „am meisten beobachteten und einflussreichsten Weinkritiker für französische Weine in der Welt“.
Parker wurde 1947 in Baltimore geboren, studierte Jura und arbeitete bis 1984 als Anwalt für eine Bank in Baltimore, ehe er seinen 1978 begonnen Wein-Newsletter zu seinem Hauptjob machte. Jurist Parker sah sich als Verbraucheranwalt, der seinen Lesern Hilfestellung beim Weinkauf bietet.

Unglaublich dass man mit sowas überhaupt Geld verdienen kann. Andere mühen sich mit harter Arbeit ab und kommen zu nichts, während wieder andere als Gastrokritiker oder Weinverkoster Millionen Dollars und Euros scheffeln, während woanders Menschen verhungern und verdursten.
Diese Welt ist wirklich eine geschlossene Anstalt mit lauter untherapierbaren Psychopathen/innen, aus der es nur durch den Tod ein Entkommen gibt, welcher wiederum das Leben in der Anstalt kostet!

Parker als Ratgeber für guten Wein zu nutzen hat mir noch nie geholfen.Bei dessen Weinbeurteilung ist doch auch ein gutes Stück Eigenutz vorhanden,denn umsonst hat dieser Herr noch nichts gemacht :-)Ich verlasse mich auf meinen Geschmack und bin bisher immer gut gefahren.

Bei Wein ist es doch so einfach: ich trinke was mir schmeckt. Egal ob der Wein Punkte oder sonstige Auszeichnungen hat. Damit fahre ich seit Jahren sehr gut. Und bezahle nicht mehr, als der Geschmack wirklich wert ist. Nur Menschen ohne eigenen Geschmack oder mit krankhaft-unterentwickeltem Selbstbewusstsein kaufen Wein nach Punkten.
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