Nicht alle Weinkritiker mochten Parkers Deutungshoheit akzeptieren. Ein Verlust von Vielfalt wird Parker vorgeworfen, da Produzenten im vorauseilenden Gehorsam die Weine so ausbauen, dass sie möglichst viele Parker-Punkte holen und so höhere Preise bekommen. „Die parkerisierten Weine sind eine Erfindung der zu kurz Gekommenen“, hält Winzer Dirk Würtz dagegen. Es sei schlicht nicht möglich, exakt zu wissen, was dem Kritiker kommendes Jahr schmecke, und die Weine danach zu produzieren.
Andere Experten sehen sehr wohl die Fähigkeit vor allem im mittleren Segment, Weine an den Charakter der am besten bewerteten Weine anzulehnen. Otto Geisel ist Weinberater in München. „Der Einfluss von Parker zieht sich von oben bis unten durch“, sagt Geisel. Lange Jahre hätten italienische Weingüter versucht, die von Parker hoch bewerteten Bordeaux-Weine zu imitieren, und darüber ihre tradierten Stile vernachlässigt. Die Folge sei ein Überangebot von Weinen einer bestimmten Stilistik gewesen. „Am Ende haben dann die Kunden wieder zum Original aus Frankreich gegriffen. Die italienischen Winzer ruderten daraufhin wieder zurück.“
Mit der Neuausrichtung seiner Publikation setzt Parker nun ein klares Signal. „Wein wird asiatisch – das ist die Nachricht“, sagt Winzer Würtz. Die Chefredaktion des Newsletters hat künftig die langjährige Autorin des „Wine Advocate“, Lisa Perrotti-Brown, die von Singapur aus arbeitet.
Der asiatische Markt ist inzwischen für die gesamte Weinbranche entscheidend. Die große Mehrheit teurer Bordeaux wird mittlerweile in Asien verkauft. Chinesische Investoren wiederum kaufen Weingüter in Frankreich. Kooperationen zwischen französischen Spitzenweingütern und chinesischen Betrieben sollen den Anbau von Rotwein in China rasch auf das Niveau der alten Welt hieven.

Unglaublich dass man mit sowas überhaupt Geld verdienen kann. Andere mühen sich mit harter Arbeit ab und kommen zu nichts, während wieder andere als Gastrokritiker oder Weinverkoster Millionen Dollars und Euros scheffeln, während woanders Menschen verhungern und verdursten.
Diese Welt ist wirklich eine geschlossene Anstalt mit lauter untherapierbaren Psychopathen/innen, aus der es nur durch den Tod ein Entkommen gibt, welcher wiederum das Leben in der Anstalt kostet!

Parker als Ratgeber für guten Wein zu nutzen hat mir noch nie geholfen.Bei dessen Weinbeurteilung ist doch auch ein gutes Stück Eigenutz vorhanden,denn umsonst hat dieser Herr noch nichts gemacht :-)Ich verlasse mich auf meinen Geschmack und bin bisher immer gut gefahren.

Bei Wein ist es doch so einfach: ich trinke was mir schmeckt. Egal ob der Wein Punkte oder sonstige Auszeichnungen hat. Damit fahre ich seit Jahren sehr gut. Und bezahle nicht mehr, als der Geschmack wirklich wert ist. Nur Menschen ohne eigenen Geschmack oder mit krankhaft-unterentwickeltem Selbstbewusstsein kaufen Wein nach Punkten.
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