Aktuell hat die sechsmal im Jahr erscheinende gedruckte Version des Newsletters weltweit rund 50.000 Käufer. Das ist eine verschwindend geringe Zahl von echten Lesern im Vergleich zu dem Einfluss, den seine Einschätzungen in Branchenkreisen haben. Der deutsche Winzer und Weinpublizist Dirk Würtz hat Parker persönlich beim Verkosten erlebt und schätzt dessen einzigartige Fähigkeiten bei der Degustation: „Er ist die einzige Benchmark. Selbst die renommiertesten anderen Kritiker haben keinen Einfluss auf die Preise“, sagt Würtz.
Einmal im Jahr, im April, wenn die Weingüter des Bordeaux ihre Jungweine der Öffentlichkeit vorstellten, reiste Parker an und vergab auf Basis der noch lange nicht fertig gereiften Weine seine Einschätzung über die zu erwartende Qualität. Und damit änderte sich der Preis. Ein Wein mit 99 Parker-Punkten kann über Nacht seinen Verkaufspreis verdoppeln.
Parker, der seinen schmucklosen Newsletter bis heute ohne Werbung verkauft, hat mit der Kraft seines Urteils nicht nur die Preise bestimmt, er hat dem Handel auch ein Instrument an die Hand gegeben, um Weine zu vermarkten. „Es gibt Kunden, die sich beim Weinkauf ausschließlich nach der Zahl der Parker-Punkte erkundigen und danach entscheiden“, sagt Martin Pelz, Geschäftsführer der Adlon Holding in Berlin und verantwortlich für die dazugehörige Weinhandlung Lorenz Adlon. „Seinen Namen haben auch Kunden, die noch nicht bewandert sind, schon einmal gehört.“
Die Parker-Punkte mit der von ihm verwendeten 100er-Skala nutzen auch Discounter sowie Händler rarer alter Weine. 89 PP ist für den Supermarkt die Möglichkeit, den im großen Stil produzierten Wein dem Kunden als günstiges Schnäppchen zu präsentieren. Und 99 PP sind für den Raritätenhändler die Gewissheit, Kunden zu locken, die gerne Fan des Tabellenführers sind und Testsieger kaufen. Die Klammer der Punkte reicht von der Einstiegshilfe für Ahnungslose bis zum Beleg für den Statusorientierten.
Und alle Kunden bekommen, was sie erwarten dürfen. Denn in den vergangenen Dekaden ist Parkers Geschmack konstant geblieben. Seine Vorliebe gilt kräftigen Rotweinen. Der Weinautor Manfred Klimek schreibt, dass Parker „der Welt heute seinen Coca-Cola-Weingeschmack aufgezwungen hat. Fette, marmeladige, tanninreiche und fruchtig-alkoholische Weine“.

Unglaublich dass man mit sowas überhaupt Geld verdienen kann. Andere mühen sich mit harter Arbeit ab und kommen zu nichts, während wieder andere als Gastrokritiker oder Weinverkoster Millionen Dollars und Euros scheffeln, während woanders Menschen verhungern und verdursten.
Diese Welt ist wirklich eine geschlossene Anstalt mit lauter untherapierbaren Psychopathen/innen, aus der es nur durch den Tod ein Entkommen gibt, welcher wiederum das Leben in der Anstalt kostet!

Parker als Ratgeber für guten Wein zu nutzen hat mir noch nie geholfen.Bei dessen Weinbeurteilung ist doch auch ein gutes Stück Eigenutz vorhanden,denn umsonst hat dieser Herr noch nichts gemacht :-)Ich verlasse mich auf meinen Geschmack und bin bisher immer gut gefahren.

Bei Wein ist es doch so einfach: ich trinke was mir schmeckt. Egal ob der Wein Punkte oder sonstige Auszeichnungen hat. Damit fahre ich seit Jahren sehr gut. Und bezahle nicht mehr, als der Geschmack wirklich wert ist. Nur Menschen ohne eigenen Geschmack oder mit krankhaft-unterentwickeltem Selbstbewusstsein kaufen Wein nach Punkten.
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