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Zehn Jahre danach: Ein neues Gesicht für Ground Zero

Die Anschläge auf das World Trade Center schockten die Welt. Zurück blieben nur noch Trümmer. Nun sollen an selber Stelle neue Hochhäuser entstehen. Der Neubau wird zur nationalen Erinnerungsstätte.

Michael Arad ist einer der Architekten des 9/11 Memorials. Quelle: dapd
Michael Arad ist einer der Architekten des 9/11 Memorials. Quelle: dapd

New YorkZehn Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 klafft Ground Zero noch immer als offene Wunde mitten in New York. Doch die Zeichen der Heilung sind unübersehbar. Mächtige Kräne lassen Stahlträger durch die Luft schweben, während sich Baggerschaufeln an der bedeutungsschwersten Baustelle der USA in die Erde graben. Die ersten Hochhäuser des neuen World Trade Centers recken sich an der Südspitze Manhattans steil in die Höhe, die Gedenkstätte zu ihren Füßen soll am Jahrestag in einem Monat eröffnet werden. Bis zum Abschluss aller Bauarbeiten auf dem symbolträchtigen Gelände dürften aber noch fünf weitere Jahre vergehen.

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Larry Silverstein kann diesen Moment kaum erwarten. Der neue Gebäudekomplex werde eine „deutliche Verbesserung“ im Vergleich mit dem ursprünglichen World Trade Center sein, sagt der US-Immobilieninvestor, der Ende Juli 2001 für die Zwillingstürme einen auf 99 Jahre befristeten Pachtvertrag abgeschlossen hatte. Sechs Wochen später steuerten Fanatiker des islamistischen Terrornetzwerks El Kaida zwei Flugzeuge in den Nord- und den Südturm, die vor den Augen der Weltöffentlichkeit in sich zusammenstürzten. Die Anschläge mit insgesamt fast 3000 Toten traumatisierten die USA.

Nachdem der Schutt des World Trade Centers weggeräumt war, lag Ground Zero jahrelang brach. Silverstein stritt sich mit Versicherungen um die Höhe des Schadenersatzes und mit dem Besitzer des Areals, der New Yorker Hafenbehörde, um Einzelheiten des Wiederaufbaus. Auch Politik und Opfervertreter redeten mit, schließlich handelt es sich bei dem Bauprojekt um ein nationales Erinnerungswerk. Erst im Frühjahr 2006 rollten die Bagger an, um den auf Entwürfen von Stararchitekt Daniel Libeskind beruhenden Master-Plan für das World Trade Center-Gelände zu verwirklichen.

Wegen der Verzögerungen befürchtete der inzwischen 80-jährige Silverstein, die Eröffnung nicht mehr zu erleben. Jetzt ist er wieder zuversichtlicher. Von seinem Büro aus blickt er auf die Baustelle, die aus der Luft wie ein Ameisenhaufen wirkt. Nach Jahren der Ödnis sei das Gelände auf dem Weg zu einem vibrierenden Stadtteil, schwärmt Silverstein. „Ich kenne keinen anderen Ort in Amerika, wo etwas derart Spektakuläres vor sich gegangen ist.“

  • 14.08.2011, 19:07 UhrAnonymer Benutzer: Pendler

    herrlich auf dem Ground Zero wird eine kleines Armenhaus errichtet. Wenn es fertig ist, wird es auf der Liste der der wirklichen schönen Hochhäuser nicht mal mehr erwähnt werden. Ob Amerika dann auch auf der Liste der Top-Ländern dieser Welt verschwindet?

    Schade, Amerika ist dann offensichtlich nur noch top in der 3. - 4. Reihe

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