12 Stunden in Wien: Europas kulturelles Eldorado

12 Stunden in Wien
Europas kulturelles Eldorado

New York hat die Upper East Side, Paris die Beaux Quartiers. Und Österreich? Das hat fast eine ganze Stadt: Wien. Im alten Stadtkern präsentiert sie sich glamourös, vornehm und hip. Hier gibt es mehr als nur Sachertorte.
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WienWien strotzt nur so vor bedeutenden Kulturgütern: Historischen Museen und neuen Galerien, barocken Pracht- und gotischen Sakralbauten, protzigen Kunstwerken im Jugendstil und mondäner Architektur im zeitgenössischen Design. Die Bewohner dieses Nobelstädtchens sind sichtbar stolz auf dieses reiche Epochen-Potpourri, welches vermutlich jeden Kunst- und Kulturliebhaber einmal anlockt.

Der Stolz sei ihnen erlaubt, denn nur wenige Städte beamen ihre Gäste in längst vergangene Zeiten, ohne ihnen alle Annehmlichkeiten des modernen Lebens zu entziehen. Nicht umsonst ist Wien zum dritten Mal in Folge die Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit.

Nicht nur die Wiener lieber ihre Stadt, auch Besucher wissen ihre touristenfreundlichen Vorzüge zu schätzen. Sie wirkt wie gemacht für Menschen mit gemächlichem Tempo, gehobenem Lebensstil und einem Sinn für meisterhafte Ästhetik. Selbst die Bedürfnisse von Kunstbanausen oder Kulturverächter werden befriedigt, da ein Luxusgeschäft, Gourmetrestaurant oder Wellnesstempel nicht weit sein kann. Selbst müde Durchreisende oder Geschäftsleute, die weder von den prachtvollen Repräsentationsbauten noch von motivischen Denkmälern motorisiert werden können, finden in Wien eine angenehme Herberge auf Weltklasse-Niveau.

Anstatt dann die klassischen Sehenswürdigkeiten und renommierten Kunsthäuser zu besuchen, suchen die alternativen Besucher am besten die vielen hübschen Orten zum Speisen, Entspannen und Vergnügen auf. Wie wär’s zum Beispiel mit einigen Stündchen in der Therme Wien im Naherholungsgebiet Oberlaa, welches von der einzigen Schwefelquelle Österreichs profitiert?

Für die entdeckungsfreudigen Besucher hält Wien jedoch viel mehr bereit als ein heißes Bad. Wer 12 Stunden mitbringt, kann schon einige zauberhafte Ecken aus einer Kutsche heraus oder fußläufig entdecken, die Sinne mit optischen und kulinarischen Meisterwerken verwöhnen, in der Geschichte Österreichs lesen, ohne ein einziges Buch aufzuschlagen, die Wiener (High) Society bewundern oder ihre uns hin und wieder begegnende Arroganz bemängeln.

Doch Vorsicht vor impulsiven Vorurteilen: Denn damit auch ein Kurztrip zu einer unvergesslichen Zeitreise wird, sollte der Besucher dafür sensibilisiert sein, dass Wien das kulturelle Eldorado und ein politischer Knotenpunkt Mitteleuropas ist und seinen privilegierten Charakter gerne kunstvoll inszeniert. Und mal ehrlich - welche Stadt würde diese famosen Dispositionen schon leugnen?

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