A380 in New York
Pannen-Airbus bleibt am Boden

Mit ihrem ersten Superairbus A380 hat die Fluggesellschaft Air France kein Glück: Aufgrund einer technischen Panne konnte die Maschine den Flughafen von New York nicht wie geplant in Richtung Paris verlassen. Es ist nicht das erste technische Problem mit der Maschine.
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HB PARIS. "Die Ursache wird derzeit von unseren Technikern untersucht", erklärte der Air-France-Sprecher Cédric Leurquin der dpa in Paris am Mittwoch. "Alle Passagiere wurden auf andere Flüge umgebucht." Welche Probleme auftraten, wollte Leurquin nicht sagen. Der Passagier Henri-Paul Ménard sagte dem französischen Sender RTL: "Nach dem Einstieg hat man uns erst wegen eines Problems mit der Tür und dann wegen Bedenken im Zusammenhang mit den Tanks warten lassen. Dann hat der Bordkommandant uns erklärt, dass ein Dokument der Fluggenehmigung fehle." Laut Air France waren 511 Passagiere sowie drei Piloten und 22 Flugbegleiter an Bord.

RTL zufolge wurden die Passagiere zu Hotels gefahren, die aber ausgebucht gewesen seien. "Manche Passagiere wurden zu anderen Hotels gebracht. Doch wir sind noch 70" auf dem Flughafen, sagte Ménard dem Sender. "Air France überlässt uns uns selbst. Wir haben weder Getränke noch etwas zu essen." Leurquin sagte, Air France habe zusätzliche Maschinen bereitgestellt, um alle Passagiere nach Paris zu fliegen. Das sei im Rahmen des Flottenmanagements möglich.

Air France ist die erste europäische Fluggesellschaft mit dem weltgrößten Passagierflugzeug in seiner Flotte. Airbus hatte die Maschine erst am 30. Oktober in einer großen Zeremonie mit 600 Gästen in Hamburg-Finkenwerder übergeben. Am 20. November startete die A380 zu ihrem ersten Linienflug über den Atlantik.

Bereits zehn Tage später musste das Riesenflugzeug wegen eines Problems mit dem Bordcomputer auf der Strecke New York-Paris nach eineinhalb Stunden Flug umkehren. Dabei ging es um den Autopiloten. Zwei Stunden nach der Landung konnte die Maschine allerdings mit rund 500 Passagieren an Bord wieder starten.

Die ersten 19 A380 werden von Singapore Airlines, Emirates und Qantas eingesetzt. Im September musste eine A380 von Singapore Airlines mit 450 Menschen an Bord wegen eines Triebwerkschadens in Paris notlanden.

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  • Pannen gehören dazu

    Nicht anderes wie ein neues Fahrzeug das noch nicht ganz ausgereift ist, um die kleinen Wehwehchen in Griff zu bekommen.Aber das wird sich mit der Zeit auch wieder legen.
    Ersatzflugzeuge bzw. Reserveflugzeuge können nicht einfach so aus der Portokasse finanziert werden.

    Würden Sie als Chef der Airline anders handeln und immer ein zweites Flugzeug bereit zu halten.
    ich würde es nicht tun.
    Mfg

  • besser man bleibt wegen unklarer Probleme am boden, als daß man im Flug ein wirkliches Problem kriegt,
    aber dass solche Flugausfälle nicht perfekt organisiert von einer Fluggesellschaft begleitet werden ist der wahre Skandel.
    KEiNE Fluggesellschaft kümmert sich drum, wenn mal was nicht klappt, wie geplant. ALLE tun überrascht und handeln geizig und kopflos. iSO9001 muß gerade so was abprüfen.
    Man muß sofort das Management entlassen, denn die sind an solchen Organisationsproblemen schuld.

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