ADAC und Stiftung Warentest
Kindersitz bricht bei Frontalzusammenstoß

Eltern haben bei der Auswahl des richtigen Kindersitzes die Qual der Wahl. Zahlreiche Modelle sind auf dem Markt. Von vier Modellen raten die Stiftung Warentest und der ADAC nach einem Test allerdings ab.
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Berlin/MünchenBeim neuen Test der Stiftung Warentest und des ADAC haben mehr als die Hälfte der Kindersitze mit der Note „gut“ abgeschnitten. 14 der 23 getesteten Sitze bekamen das insgesamt „gute“ Qualitätsurteil, wie die Stiftung Warentest am Dienstag mitteilte.

Im Prüfpunkt Unfallsicherheit schnitten dabei neun Modelle mit „gut“ ab, eines sogar mit „sehr gut“. Damit übertrafen nach Angaben der Stiftung Warentest und dem ADAC 18 der 23 getesteten Kindersitze die gesetzlichen Mindestanforderungen deutlich.

Ein Kindersitz allerdings zerbrach im Test beim Frontalzusammenstoß. Er bekam die Note „mangelhaft“ – genauso wie drei weitere Sitze, welche die schlechte Bewertung wegen problematischer Schadstoffe bekamen, wie die Stiftung Warentest erklärte. Sie enthalten demnach erhöhte Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die über die Haut in den Körper gelangen können, oder Naphtalin, das vermutlich Krebs erzeugen kann.

Durchgehend „gut“ bewerteten die Tester die Sitze bei der Ergonomie: Alle getesteten Sitze bieten ausreichend Platz und stützen den Kopf wirksam ab. Die meisten Sitze ließen sich auch einfach handhaben, lobten die Tester.

Für ihren Test „Autokindersitze 2015“ haben die Stiftung Warentest und der ADAC die Punkte Sicherheit, Bedienung, Ergonomie, Schadstoffbelastung sowie Reinigung und Verarbeitung ins Visier genommen. Die Testkriterien wurden in diesem Jahr dem neuesten Stand der Technik angepasst.

Damit lagen die Anforderungen etwas höher, als bei früheren Untersuchungen. Der aktuelle Test sei somit nicht direkt mit jenen aus den Jahren 2011 bis 2014 vergleichbar. Gute Produkte aus diesen Jahrgängen seien jedoch weiterhin empfehlenswert.

Generell sollten Eltern sich vor dem Kauf eines Kindersitzes über das Angebot informieren. Beim Kauf selbst ist es ratsam, das eigene Fahrzeug und das Kind mitzunehmen, um die zur Auswahl stehenden Modelle ausprobieren zu können.

Nach dem Kauf ist es wichtig, sich mit der Handhabung des Sitzes vertraut zu machen; der richtige Einbau ist wichtig, damit der Sitz das Kind im Falle eines Unfalls bestmöglich schützen kann. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass der Sitz stabil im Fahrzeug steht und dass Gurte möglichst geradlinig verlaufen sowie straff angezogen werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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