Air-France-Streik
Chaos an Pariser Flughäfen

Am Wochenende hat ein Streik bei der Fluggesellschaft Air France für Chaos auf den Pariser Flughäfen gesorgt.

HB PARIS. Weil etwa jeder dritte Flug der Airline ausfiel, saßen tausende Passagiere fest - darunter viele Familien, die in die Herbstferien verreisen wollten. Eine Annäherung zwischen den Flugbegleitern und dem Management gab es bis zum Sonntag nicht. Im Kern geht es um die Neuverhandlung von Gehältern und Arbeitsbedingungen - das bisherige Vertragswerk läuft zum Jahresende aus.

Air France teilte mit, am Sonntagmorgen seien 71 Prozent aller Flüge abgefertigt worden. Für den gesamten Tag bleibe man bei der angestrebten Quote von ungefähr 60 Prozent; Montag sollten es etwa 70 Prozent sein. Zugleich betonte die Fluggesellschaft, die am Wochenende festgefahrenen Verhandlungen mit den Mitarbeitern wieder aufnehmen zu wollen. Der Arbeitsausstand, der am Donnerstag begonnen hatte, könne dem Unternehmen finanziellen Schaden zufügen, warnte das Management.

Frankreichs Verkehrsminister Dominique Bussereau hatte die Konfliktparteien bereits am Samstag aufgefordert, sich um eine schnelle Einigung zu bemühen. Am Sonntag machte er sich am Flughafen Orly persönlich ein Bild von den Auswirkungen des Streiks. Air France gehört zur Gruppe Air France KLM - der nach Umsatz weltgrößten Fluggesellschaft. Der französische Staat hält daran rund 18 Prozent des Aktienkapitals.

Erst vor knapp zehn Tagen hatten die französischen Bahnmitarbeiter gestreikt und für zahlreiche Ausfälle bei den landesweiten Verbindungen und dem Pariser U-Bahn-Verkehr gesorgt. Sie protestierten damit gegen geplante Reformen von Präsident Nicolas Sarkozy, wonach Renten-Privilegien für einen Teil der Angestellten abgeschafft werden sollen.

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