Airport Frankfurt
Lufthansa rechnet mit weiteren Flugausfällen

Nach dem Schneechaos der vergangenen Tage hat sich die Situation auf den Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf am Dienstag entspannt. Alle Start- und Landebahnen sind wieder geöffnet und der Betrieb laufe weitestgehend nach Plan. Wegen der Nachwirkungen der Vollsperrung und des Wetters rechnet die Lufthansa in Frankfurt im Tagesverlauf aber mit erneuten Verspätungen und Flugausfällen.
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HB DÜSSELDORF. In Düsseldorf hieß es, ein Großteil der Flüge von und nach Mailand fielen aus, da Schnee und Eis den Verkehr in der oberitalienische Stadt lahm legten.Wegen des starken Schneetreibens war das Frankfurter Drehkreuz in der Nacht zum Dienstag vier Stunden lang vollständig gesperrt, da die Bahnen von Schnee geräumt und die Flugzeuge enteist werden mussten. Über 200 Flüge seien annulliert worden, erklärte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport. Insgesamt seien rund 8000 Reisende davon betroffen gewesen. 5000 von ihnen wurden in Hotels untergebracht, 3000 verbrachten die Nacht auf dem Flughafen. 1000 Feldbetten wurden aufgestellt, Getränke und Mahlzeiten verteilt. Die Lufthansa buchte nach Angaben eines Sprechers einen Teil ihrer Passagiere auf andere Flüge um oder auf die Bahn. 4000 Reisende habe die Gesellschaft in Hotel untergebracht. Den wirtschaftlichen Schaden konnte der Sprecher nicht beziffern.

Auch die Eurostar-Züge, die durch den Kälteeinbruch lahmgelegt worden waren, haben ihren Betrieb wieder aufgenommen. Am Morgen startete ein Zug vom Pariser Gare du Nord in Richtung Großbritannien. Weitere Züge sollten folgen. In der Nacht auf Samstag waren sechs Eurostar-Züge liegengeblieben, fünf von ihnen in dem Tunnel zwischen Großbritannien und Frankreich. Etwa 2500 Passagiere mussten bis zu 16 Stunden lang ausharren. Der Betreiber machte den plötzlichen Wechsel von kalter Außenluft zur warmen Tunnelluft für die Probleme verantwortlich.

Bei einem schweren Lkw-Unfall auf der Autobahn 7 sind am frühen Dienstagmorgen südlich von Hannover große Mengen Wein und Speiseöl ausgelaufen. Um kurz vor 04.00 Uhr seien vor dem Autobahndreieck Hannover Süd aus noch ungeklärter Ursache zwei Sattelzüge kollidiert und hätten die Leitplanke durchbrochen, teilte die Autobahnpolizei in Hildesheim mit. Die Lastwagen seien im Abstand von 200 Metern quer auf der Autobahn liegen geblieben.

Die beiden Fahrer der Sattelzüge erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen. Die Ladung eines Lasters lief größtenteils aus. Die A7 musste bis zum Mittag in beide Richtungen voll gesperrt werden. Es kam zu kilometerlangen Staus. Zum Zeitpunkt der Kollision war die Autobahn nach Polizeiangaben frei von Schnee und Eis.

In Deutschland breitet sich die wärmere Luft im Laufe des Dienstages weiter aus. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor allem für den Ostteil vor gefährlicher Eisglätte. Dort soll der Schnee allmählich in Regen übergehen, der auf gefrorenem Boden gefrieren kann.

Die Kaltluft hält sich hartnäckig in Deutschland, so dass die Temperaturen am Mittwoch zwischen minus einem und plus drei Grad liegen. Nur im Südosten soll es schneien. In den übrigen Regionen dürfte es nicht zu chaotischen Verhältnissen auf Straßen, Schienen und Flughäfen wie in den vergangenen Tagen kommen. Dort soll es weitgehend trocken bleiben.

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