Airport München
Die Kauflust vor dem Abflug

Vor dem Abflug noch eine Einkaufstour: Fast die Hälfte seines Umsatzes macht der Münchener Airport mit seinen Shoppingmeilen. Zwischen Gates und Gepäckbändern können die 30 Millionen Passagiere pro Jahr nach Lust und Laune einkaufen. Dabei folgt die Airport-Kauflust ganz eigenen Gesetzen.

MÜNCHEN. Wenn Flughafen-Chefs wie Michael Kerkloh in München oder Wilhelm Bender in Frankfurt ans Geldverdienen denken, dann fallen ihnen längst nicht immer Jets, Passagiere und Frachtumschlag ein. Glänzende Augen bekommen die Airport-Manager viel eher, wenn sie ihre glitzernden Einkaufsmeilen zwischen Gates und Gepäckbändern vor sich sehen.

Im Schnitt lässt jeder Fluggast in München etwa zehn Euro in einer Ladenkasse, bevor er in den Flieger steigt, weitere vier Euro nimmt die Flughafen-Gastronomie ein. Bei mehr als 30 Millionen Passagieren pro Jahr ein Sümmchen, von dem der Airport über Pachterlöse gut mitverdient.

Flughafen-Boss Kerkloh: „Der Anteil der Non-Aviation-Umsätze an den Gesamterlösen der Flughafengesellschaft, der schon seit Jahren deutlich über 40 Prozent liegt, wird mittelfristig auch die 50-Prozent-Marke überschreiten.“ Auch Fraport-Chef Bender setzt auf die Vermarktung von Einzelhandelsflächen in den Terminals und freut sich über kräftig wachsende Ergebnisbeiträge.

Die Münchner, die nach eigener Einschätzung auf mehr als 30 000 Quadratmetern die größte deutsche Airport-Shopping-Meile haben, kurbeln jetzt das Geschäft mit einem neuen Service weiter an. Wohl wissend, dass mancher Kauf nicht getätigt wird, weil der Passagier sich ungern für seine Reise mit den Einkäufen vor dem Abflug belasten mag, installierten sie die „Shop in the Box“.

Dahinter verbirgt sich eine edel gestylte Schließfachfront im Terminal 2 in der Ankunftebene neben den Gepäckbändern. Wer vor dem Abflug in den Geschäften hinter der Sicherheitskontrolle noch schick Shopping gemacht hat, kann die Einkäufe bis zur Rückkehr dort deponieren lassen. Im Geschäft muss lediglich ein „Auftrag zur unentgeltlichen Verwahrung“ ausgefüllt werden. Dafür gibt es einen Barcode. Der funktioniert nach der Rückkehr als Schließfachschlüssel – und als Beweis beim Zoll, dass das Mitbringsel nicht aus dem Ausland kommt.

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