Argentinien
Genervte Pendler zünden Bahnhof in Buenos Aires an

Zum Glück sind deutsche Bahnfahrer nicht so heißblütig: Genervte Pendler haben am Montagabend einen Bahnhof in Buenos Aires in Brand gesteckt. Mitten im abendlichen Berufsverkehr waren zahlreiche Züge verspätet. Doch letztlich verstärkten die Randalierer nur das eigentliche Problem.

HB BUENOS AIRES. Wegen verspäteter Züge im abendlichen Berufsverkehr haben aufgebrachte Pendler in Buenos Aires einen Bahnhof teilweise in Brand gesetzt. Die Unruhen griffen am Dienstagabend auch auf nahe gelegene Straßen über. Dort wurden Telefonzellen verwüstet, Fensterscheiben zerschlagen und Geschäfte geplündert. Die Polizei setzte Gummigeschosse und Tränengas gegen die Randalierer ein.

Hunderte Pendler flohen vor den Ausschreitungen am Bahnhof Constitucion, einem der größten Lateinamerikas mit einem täglichen Fahrgastaufkommen von etwa 300 000 Menschen. Die Unruhen hielten gut zwei Stunden lang an, bis die Polizei schließlich Herr der Lage wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 100 Beamte im Einsatz. Der gesamte Zugverkehr wurde für den Rest des Abends ausgesetzt.

Nach Polizeiangaben wurden 16 Personen festgenommen. Laut Sanitätern wurden zwölf Polizisten verletzt, meist infolge von Steinwürfen. Neun Menschen wurden wegen Rauchvergiftung medizinisch behandelt. Zugverspätungen haben schon im vergangenen September Unruhen in der argentinischen Hauptstadt ausgelöst. Damals wurden drei Eisenbahnwagen angezündet.

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