Ausmaß noch unbekannt
Bahn-Gewerkschaft droht mit Warnstreiks ab Donnerstag

Nach den bisherigen Demonstrationen der Bahn-Mitarbeiter könnten ab Donnerstag auch Warnstreiks stattfinden. Welche Bereiche oder Strecken betroffen sind, konnten die Gewerkschafter noch nicht sagen.

HB DORTMUND. Zwei Tage vor Ablauf der Friedenspflicht hat die Bahn-Gewerkschaft Transnet am Montag mit massiven Warnstreiks gedroht. „Platzt das Beschäftigungsbündnis Bahn, legen wir hier alles lahm“, kündigte Norbert Schilff, Betriebsratsvorsitzender der DB Netz AG Hagen in Dortmund an. Rund 750 Bahn-Mitarbeiter demonstrierten dort für ein neues Beschäftigungsbündnis. Nach den Befürchtungen der Gewerkschaft Transnet wären 8000 Arbeitsplätze betroffen, wenn bei einem Börsengang der Deutschen Bahn das Schienennetz aus dem Konzern gelöst würde.

Die Vorbereitungen für Warnstreiks ab Donnerstag laufen auf Hochtouren. Wo Arbeitskampfmaßnahmen geplant seien, könne Transnet-Sprecher Michael Klein noch nicht sagen.

Die Tarifverhandlungen über eine Beschäftigungssicherung seien gescheitert, sagte Transnet-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann: „Wenn bis Mittwoch Mitternacht kein verhandelbares Ergebnis auf dem Tisch liegt, beginnen wir am Donnerstag mit Warnstreiks.“ In den vergangenen Tagen haben bereits Tausende Beschäftigte in mehreren Städten demonstriert. Neben den Kundgebungen am Montag in Dortmund und Leipzig sind am Dienstag weitere in Karlsruhe und Saarbrücken sowie am Mittwoch in Nürnberg geplant. „Die Stimmung in den Betrieben ist heftig, die Geduld geht zu Ende“, sagte Schilff. Der Bundestag soll Ende Oktober über einen Börsengang der Deutschen Bahn abstimmen.

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