Ausstand: Warnstreik: Lufthansa muss Flüge streichen

Ausstand
Warnstreik: Lufthansa muss Flüge streichen

Passagiere der Lufthansa müssen sich auf Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Nach Angaben der Fluggesellschaft wird es durch Warnstreiks der Flugbegleiter zu "unplanmäßigen Verzögerungen und Streichungen" kommen.

HB FRANKFURT. Das Kabinenpersonal bei der Lufthansa war am Mittwochmorgen in Frankfurt erneut in einen Warnstreik getreten. Die ersten Mitarbeiter legten gegen 6 Uhr die Arbeit nieder, wie Joachim Müller von der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) am Morgen mitteilte. Der Ausstand soll bis 12 Uhr andauern. Von der Arbeitsniederlegung könnten am Mittwoch bis zu 100 Flüge der Lufthansa betroffen sein. Über konkrete Auswirkungen konnten zunächst weder Gewerkschaft noch die Lufthansa Auskunft geben.

"Wir versuchen, die Langstreckenflüge so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Allerdings ist auch hier mit Verzögerungen zu rechnen", sagte eine Lufthansasprecherin kurz nach Streikbeginn.

Müller rechnete mit einer ähnlich guten Streikbeteiligung des Kabinenpersonals wie am vergangenen Freitag, als es ebenfalls einen Warnstreik gegeben hatte. Aufgrund des Ausstandes mussten 44 Flüge abgesagt werden.

Die Gewerkschaft Ufo will mit den Warnstreiks im Tarifkonflikt den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Für die rund 16 000 Flugbegleiter der Lufthansa sollen Einkommenserhöhungen von 15 Prozent bei einem Jahr Laufzeit durchgesetzt werden. Die Lufthansa hatte ein Gesamtpaket von rund zehn Prozent einschließlich einer Ergebnisbeteiligung bei 14 Monaten Laufzeit vorgelegt.

"Da die Arbeitgeberseite bislang kein verbessertes Angebot auf den Tisch gelegt hat, sieht sich die Ufo gezwungen, ihre Warnstreiks auszuweiten", hatte Ufo-Tarifchef Joachim Müller am Vorabend erklärt.

Die Forderungen der Gewerkschaft seien "inhaltlich nicht nachvollziehbar", sagte Lufthansasprecherin Claudia Lange. Die Forderungen passten nicht ins wirtschaftliche Umfeld. Den Streik kritisierte sie als "absolut unverhältnismäßig und unnötig". Die Lufthansa empfahl Passagieren, sich im Internet unter zu informieren und pünktlich zum Flug zu erscheinen.

Die Ufo rief zu dem Warnstreik auch Lufthansa-Flugbegleiter auf, die nicht in der Gewerkschaft organisiert sind. Nach eigenen Angaben hat die UFO einen Organisationsgrad von weit mehr als 70 Prozent bei Kabinenmitarbeitern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%