Autobahnen
Blitzeis legt Verkehr im Norden lahm

Blitzeis und Neuschnee haben am Donnerstagsmorgen den Verkehr in Niedersachsen auf einigen Strecken lahmgelegt. Besonders im Großraum Braunschweig habe Eisregen zu Problemen auf den Autobahnen 2 und 39 geführt. Zum Teil hat sich eine zwei Zentimeter dicke Eisschicht auf den Fahrbahnen gebildet. Der ADAC warnt angesichts der Kombination aus Wetter und Reiseverkehr vor Weihnachten vor „Chaos und mittleren Katastrophen“.
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HB BERLIN/OFFENBACH/ FRANKFURT AM MAIN. Glatteis hat am Donnerstagmorgen in Teilen Deutschlands den Verkehr behindert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab Unwetterwarnungen für Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Thüringen heraus. In Niedersachsen wurden Autobahnabschnitte für den Lkw-Verkehr gesperrt. „Wer nicht fahren muss, sollte das Auto unbedingt stehenlassen“, warnte ein Sprecher der Verkehrsmanagementzentrale.

Die Polizei forderte den Schwerlastverkehr am Morgen auf, die Fahrt sofort zu unterbrechen und den nächsten Parkplatz anzufahren oder den Standstreifen als Parkplatz zu nutzen. Betroffen seien vor allem die Autobahnen 2 Hannover-Magdeburg und 39 Salzgitter-Wolfsburg, teilte die Polizeidirektion Braunschweig mit. „Die Straßen sind spiegelglatt, es gibt Unfälle ohne Ende - zum Glück bisher ohne Verletzte“, sagte ein Sprecher.

Der ADAC warnte Autofahrer vor eisglatten Straßen, dichtem Verkehr und Stau gewarnt. Insbesondere für Donnerstag, einen der Hauptreisetage zum Fest, erwartet der Automobilclub „Chaos und mittlere Katastrophen“. Motorisierten wird geraten, stets mit vollem Tank sowie Decken und einer Notreserve an Getränken auf Tour zu gehen.

Nach dem tagelangen winterlichen Reisechaos am Frankfurter Flughafen scheint indes die Entspannung der Lage und eine Rückkehr zur Normalität rechtzeitig zu Weihnachten immer wahrscheinlicher. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir heute zu fast 90 Prozent zum normalen Verkehr zurückkommen“, sagte ein Sprecher der Airportbetreibers Fraport am Donnerstagmorgen.

Bei feuchter, milder Luft und relativ geringen Sichtbehinderungen durch Sprühregen seien keine schwerwiegenden Probleme absehbar. Die verbliebenen Ausfälle resultierten aus gestrichenen Flügen im Ausland, darunter Frankreich, Großbritannien und vereinzelt Polen.

„Wir sind guter Dinge, dass bis Heiligabend alles wieder normal läuft“, sagte der Sprecher. Bedingung dafür sei allerdings, dass sich das Wetter nicht doch noch verschlechtere. Der Deutsche Wetterdienst DWD in Offenbach hatte für den 24. Dezember bereits angekündigt, dass Schnee wieder überall wahrscheinlicher sei.

Seit dem Wochenende hatten Tausende Passagiere wegen Schnee und Eis auf dem größten deutschen Luftdrehkreuz in Frankfurt ausharren müssen. Sollte es wieder schneien, wäre der Reiseverkehr über die Festtage gefährdet. Ausfälle in Frankfurt machen sich wegen der fehlenden Rotation der Maschinen in ganz Deutschland bemerkbar.

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