Autofahrer müssen zahlen
Stockholm führt City-Maut ein

Nach Londoner Vorbild führt auch die schwedische Hauptstadt Stockholm eine Innenstadt-Maut ein. Ab 3. Januar müssen Autofahrer werktags bis zu 10 Kronen (2,10 Euro) entrichten, wenn sie in die City wollen. Gut für Touristen: Es sind nur Autos mit schwedischen Kennzeichen betroffen.

HB STOCKHOLM. Mit der auf knapp sieben Monate bis 31. Juli befristeten Versuchsperiode will die Stadtverwaltung den Pendlerverkehr auf völlig verstopften Einfallstraßen um 20 Prozent zu Gunsten von Bus und Bahn vermindern. Bei einem Referendum am 17. September entscheiden die Bürger der Metropole mit 750 000 Einwohnern selbst, ob die hier „Drängelsteuer“ („Trängselskatt“) genannte Gebühr nach dem Vorbild von London und den drei größten norwegischen Städten Oslo, Bergen und Trondheim permanent erhoben werden soll.

Während der Versuchsperiode kosten Einzelfahrten in die City von Montag bis Freitag zwischen zehn und 20 Kronen (1,05 bis 2,10 Euro). wobei die Rush-Hour zwischen 7.30 und 8.30 sowie 16.00 und 17.30 am teuersten ist. Vielfahrer erhalten bei mehrfachem täglichen Passieren der 131 vollautomatischen Mautstationen einen Rabatt. Autos mit nicht-schwedischen Kennzeichen sind von den Gebühren ebenso ausgenommen wie Busse, Taxen und Motorräder.

Kassiert werden soll die Maut vorzugsweise per Lastschrift über Transponder (elektronische Anzeige- und Kontrollgeräte) in den Windschutzscheiben, die alle Stockholmer Autofahrer kostenlos bei der der Stadtverwaltung erhalten können. Möglich ist aber auch die manuelle Bezahlung bei Kiosken. Wegen juristischer Streitigkeiten musste der Start der Testperiode verschoben und von einem Jahr auf sieben Monate gekürzt werden. Bei Umfragen sprach sich zuletzt eine knappe Mehrheit der Stockholmer gegen die Einführung der „Drängelsteuer“ aus.

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