Bahn-Streik
Deutschland steht

In beinahe ganz Deutschland bietet sich am Dienstagmorgen das gleiche Bild: Auf der Schiene geht wegen des Streiks der Lokführer nichts mehr. Und weil viele Menschen auf die Straße ausweichen, ist auch hier kein Vorwärtskommen. Nur in einer Millionenstadt rollt der Verkehr einigermaßen ungehindert.

HB BERLIN. Stillstand oder massive Behinderungen im regionalen Schienenverkehr wurden unter anderem aus Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, München, Stuttgart und Köln gemeldet. Auch etliche Fernzüge blieben auf Bahnhöfen stehen, wie Bahnsprecher mitteilten. Einen genauen Überblick über Zugausfälle und Verspätungen gab es noch nicht.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GdL) hat bis 9.00 Uhr bundesweit zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Sie will damit ihrer Forderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag für das Fahrpersonal und deutlich höheren Bezügen Nachdruck verleihen.

In Nordrhein-Westfalen blieben am Morgen in vielen Bahnhöfen S-Bahnen, Regionalexpresse und Regio-Züge stehen. Der Kölner Hauptbahnhof war durch still stehende Züge blockiert, wie ein GdL-Sprecher mitteilte. Auch im Frankfurter Hauptbahnhof legten die Lokführer die Arbeit nieder. „Es hat planmäßig begonnen“, sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft, Manfred Schell.

In Stuttgart standen die S-Bahnen komplett still. Beeinträchtigungen gab es nach Angaben der Bahn auch im Regionalverkehr in ganz Baden-Württemberg. Im Raum Hannover kam es den Angaben zufolge zu einem flächendeckenden Streik bei S-Bahnen, im Regional- und Fernverkehr. Auch in Frankfurt standen Züge und S-Bahnen still, wie eine Sprecherin der GdL berichtete.

Im Osten ging nach Angaben der Deutschen Bahn im Regionalverkehr nichts mehr. Die Fernzüge blieben an den Grenzen stehen. Bundesweit war nach GdL-Angaben ebenso der Güterverkehr beeinträchtigt.

Im Gegensatz zu anderen Großstädten sind in Hamburg am Dienstagmorgen die Auswirkungen durch die Warnstreiks bei der Bahn vergleichsweise gering geblieben. Einen kompletten Verkehrsstillstand gab es nicht. Die S-Bahnen fuhren, wenn auch mit Verspätungen. „Es ist nicht so, dass nichts mehr geht“, sagte ein Bahnsprecher. Ein Sprecher der GdL sprach von erheblichen Auswirkungen des Warnstreiks, räumte aber ein, dass die Arbeitsniederlegung nicht alle Linien umfassten. Die Bahn setzte verbeamtete Mitarbeiter als Lokführer ein. Beeinträchtigungen gab es im Regionalverkehr. Dort bot die Bahn gestrandeten Reisenden teils Ersatzbusse an.

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