Bahnstreiks aufs Wochendende verschoben
Bahn richtet Streik-Hotline für Reisende ein

Die Bahn hat eine kostenlose Hotline für Verspätungen oder Zugausfälle wegen der geplanten Warnstreiks der Gewerkschaften Transnet und GDBA eingerichtet. Die Streiks sind unterdessen verschoben, möglicherweise auf das Wochenende.

HB BERLIN. Bahnfahrer müssen am Donnerstag noch nicht mit Behinderungen durch Warnstreiks rechnen.

Die Eisenbahnergewerkschaften Transnet und GDBA erklärten am Mittwoch in Berlin, die Vorbereitungen für Warnstreiks liefen aber auf Hochtouren. „Wir sind nach jetzigem Stand in der Lage, sehr kurzfristig Warnstreiks zu organisieren“, sagte Transnet-Chef Norbert Hansen. Damit könnte es am Wochenende, wo wegen des Tags der deutschen Einheit am Dienstag mit besonders vielen Reisenden gerechnet wird, zu ersten Arbeitsniederlegungen kommen. Grund für den Streik-Verzicht am Donnerstag sei, dass sich Parlament und Regierung erneut zu Beratungen über die Bahn-Privatisierung treffen. Man wolle sich nicht dem absurden Vorwurf aussetzen, politische Streiks zu organisieren, sagte Hansen.

Die Privatisierung der Deutschen Bahn ist Hintergrund der drohenden Streiks: Ein Tarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2010 für rund 130 000 Beschäftigte ausschließt, gilt nur bei einem Bahn-Börsengang in bestehender Form, also mit dem Schienennetz. Im Parlament werden aber auch andere Varianten diskutiert.Versuche der Gewerkschaften, die Beschäftigungssicherung auch für diese Fälle durchzusetzen, waren auch nach einer Schlichtung gescheitert. Die Friedenspflicht für die Gewerkschaften läuft an diesem Mittwoch aus.

Die Bahn richtete am Mittwoch bereits eine Telefon-Hotline ein, bei der sich Reisende über die aktuelle Situation informieren können. Wer seine Fahrt wegen möglicher streikbedingter Ausfälle oder Verspätungen nicht antreten könne, habe die Möglichkeit zum kostenlosen Fahrschein-Umtausch oder bekomme den Reisepreis zurück.

Telefon-Hotline der Bahn: 08000 99 66 33

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