Baureihe ET 423
Bundesweites Vollgas-Verbot für S-Bahnen

Rund 750 Elektrotriebzüge der Deutschen Bahn müssen von Samstag an zur Sicherheit langsamer fahren: Fast zehn Jahre nach der ersten Indienststellung ist das Eisenbahn-Bundesamt zur Erkenntnis gelang, dass die Bremsen zu schwach sind.

HB BERLIN. Ein Bahnsprecher berichtete am Donnerstag, es sei ein Bescheid des Eisenbahn-Bundesamts eingegangen, nach dem wegen Zweifeln an der Bremsleistung der relativ leichten Fahrzeuge bei Herbstwetter die Höchstgeschwindigkeit von 140 auf 125 Kilometer pro Stunde herabgesetzt werden müsse.

Die Bahn nannte die Maßnahme „unverhältnismäßig und unangemessen“, setzt sie aber um. Der Sprecher sagte, ein sicherer Betrieb sei in jedem Fall gewährleistet. Zu Fahrplanänderungen führe die Bestimmung aber nicht, da die Bahnen nur an wenigen Stellen mit ihrer Höchstgeschwindigkeit unterwegs seien, erklärte der Sprecher. So würden die 140 km/h im Stadtgebiet, in Kurven und an Steigungen ohnehin nicht erreicht. In den Fahrplänen seien auch Zeitpuffer enthalten. Möglicherweise falle es in Zukunft dem ein oder anderen Lokführer schwerer, eine Verspätung wieder aufzuholen.

Von dem Tempolimit und unterschiedlich starken Einschränkungen betroffen sind den Angaben zufolge vor allem Verbindungen in München, Stuttgart, Rhein/Main, Rhein/Ruhr und Hannover. Dort sind Fahrzeuge der entsprechenden Baureihen ET 423 bis ET 426 eingesetzt, teils auch als Regionalbahnen. Die Baureihe fährt seit 1998 im Dienst der Bahn AG.

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