Betrugsvorwürfe
Schwiegersohn von Juan Carlos vor Gericht

Inaki Urdangarin, der Schwiegersohn des spanischen Königs, soll öffentliche Gelder in Millionenhöhe über sein gemeinnütziges Noos Institut abgezweigt haben. Laut Staatsanwaltschaft floss das Geld in private Firmen.
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MadridEin spanisches Gericht hat in einem bislang einmaligen Vorgang Anklage wegen Betrugs gegen den Schwiegersohn des spanischen Königs erhoben. Der Herzog von Palma, Inaki Urdangarin, muss sich nun vor einem Gericht in Palma de Mallorca gegen Vorwürfe verteidigen, öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Der ehemalige Handball-Olympiaspieler ist mit der jüngeren Tochter des noch immer hoch angesehenen Königs Juan Carlos verheiratet. In ihrem Bemühen um Transparenz hat die königliche Familie in dieser Woche bereits erstmalig ihr Jahreseinkommen von 814.128 Euro für persönlichen Ausgaben offengelegt.

Das Gericht machte zwar keine genauen Angaben zu der Anklage, übermittelte Urdangarin in dem Fall jedoch eine Vorladung. Sein gemeinnütziges Noos Institut soll unter seiner Führung den Ermittlungen zufolge öffentliche Gelder für die Organisation von Konferenzen in private Firmen von ihm selbst oder von Geschäftspartnern umgeleitet haben. Urdangarin streitet die Vorwürfe ab. Er hat sich jedoch öffentlich dafür entschuldigt, die königliche Familie in Verlegenheit gebracht zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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