Billiger Sommerurlaub
Reiseveranstalter senken Preise

Der Sommerurlaub wird im kommenden Jahr auf breiter Front billiger. Marktführer Tui kündigte am Donnerstag Preisabschläge von fünf Prozent für Ziele in Europa und sechs Prozent für Fernziele an. Damit schließt sich Tui den Konkurrenten Rewe Touristik und Thomas Cook an, die bereits Preissenkungen angekündigt hatten.
  • 3

HB HANNOVER. Die gesunkenen Kosten für Flüge und Hotels würden an die Kunden weitergegeben, sagte Tui-Deutschlandchef Volker Böttcher am Donnerstag.

Besonders hoch sind die Abschläge in Spanien, dem Lieblingsziel der Bundesbürger. Auf Mallorca und den Nachbarinseln werden sechs Prozent weniger verlangt, auf den kanarischen Inseln sieben Prozent weniger. Deutlich sind auch die Senkungen in Griechenland (6,5 Prozent), Ägypten (6,5), Tunesien (7) und der Türkei (5,5 Prozent)sowie Italien (5 Prozent). Die Preise für Deutschland bleiben stabil, Urlaub in Österreich und der Schweiz wird etwas teurer. Auf der Fernstrecke sind vor allem Thailand mit 13 Prozent und Sri Lanka mit 14 Prozent billiger.

Nach der Preissenkung wird etwa eine Woche Mallorca in einem Viersternehotel in Alcudia für 250 Euro angeboten, eine Woche Gran Canaria All Inclusive für 617 Euro oder eine Woche Side/Türkei für 337 Euro.

Tui-Chef Böttcher erwartet für das kommende Sommergeschäft für Deutschland einen gleichbleibenden bis leicht sinkenden Markt. In der abgelaufenen Sommersaison hatte Tui in Deutschland zehn Prozent Kunden verloren, weil der Anbieter auf Kampfpreise verzichtet hatte. „Es gilt Marge vor Menge“, sagte Böttcher. Das gelte auch für das kommende Jahr. In der laufenden Wintersaison erwartet Böttcher ebenfalls einen Rückgang.

Tui will sich nach seinen Worten vor allem über bessere Qualität statt über den Preis von der Konkurrenz abheben. So steigt die Zahl der Hotelbetten, die Tui exklusiv vermarktet, um 11 000 auf 88 000. Diese Anlagen sind nicht über andere Veranstalter zu buchen und machen bei Tui schon 55 Prozent des Angebots aus, wie Böttcher sagte. „Exklusive Hotels steigern das Geschäft“, sagte er.

Zum ersten Mal bietet Tui Schönheits-OPs auf Reisen an. In Kliniken in der Nähe der Hotels kann der Gast kleine Eingriffe vornehmen lassen. Auch spezielle Vorsorgeprogramm gegen Krankheiten sind Teil mancher Reisen aus einen 80 Seiten dicken Spezialkatalog.

Böttcher kündigte an, kommendes Jahr werde sich das finanzielle Ergebnis der Tui-Deutschland deutlich verbessern. Hintergrund sei die Übernahme des City-Geschäftes der Fluggesellschaft Tuifly durch Air Berlin. Tui hatte sein wirtschaftliches schwaches Geschäft mit City-Verbindungen der Tuifly an Air Berlin abgegeben.

Kommentare zu " Billiger Sommerurlaub: Reiseveranstalter senken Preise"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Tui will sich nach seinen Worten vor allem über bessere Qualität statt über den Preis von der Konkurrenz abheben. "

    Da bin ich aber gespannt. bislang war TUi nicht unbedingt als Qualitätsanbieter aufgefallen, sondern durch Massentourismus. Ob Herrn Frenzel damit endlich die Sanierung des Konzerns gelingt.

  • Um die Liquidität zu verbessern, wird dafür die Anzahlung von 20% um 5 Prozent auf dann 25 Prozent
    heraufgesetzt. Auch die Stornierungsgebühren werden
    erhöht. Angesichts der aktuellen Situation in der Reiselandschaft eher nicht verkaufsfördernd. Zumal es noch etliche Wettbewerber gibt, die weiterhin geringere Anzahlungen verlangen. Übrigens ist in Österreich die Anzahlung gesetzlich mit 10 Prozent geregelt. Aber hierzulande kann man es ja mal versuchen ...

  • Um die Liquidität zu verbessern, wird dafür die Anzahlung von 20% um 5 Prozent auf dann 25 Prozent
    heraufgesetzt. Auch die Stornierungsgebühren werden
    erhöht. Angesichts der aktuellen Situation in der Reiselandschaft eher nicht verkaufsfördernd. Zumal es noch etliche Wettbewerber gibt, die weiterhin geringere Anzahlungen verlangen. Übrigens ist in Österreich die Anzahlung gesetzlich mit 10 Prozent geregelt. Aber hierzulande kann man es ja mal versuchen ...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%