Billigflieger auf Langstrecken
Ryanair plant USA-Flüge

Der irische Billigflieger Ryanair will nicht bei den kleinen Brötchen bleiben, beziehungsweise bei den Kurzstreckenflügen. Jetzt will die Airline will sein Angebot auf Langstreckenflüge ausweiten.

HB DUBLIN. „Wir sind von einer Reihe von US-Flughäfen kontaktiert worden, die begierig darauf sind, dass wir einen preiswerten Langstreckenflug anbieten. Wir arbeiten an Plänen, über den Atlantik zu fliegen“, sagte Unternehmenschef Michael O'Leary am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. In den nächsten drei bis fünf Jahren solle eine transatlantische Flotte von 30 bis 50 Flugzeugen - entweder Airbus vom Typ A 350 oder Boeing 787 - auf den Markt gebracht werden.

Sie sollten von Flughäfen wie Frankfurt-Hahn und London-Stansted aus etwa New York, Florida, Dallas und San Francisco ansteuern, sagte der Chef von Europas größtem Billigfliegers während eines Flugs von Dublin nach Deutschland. Die bisherige Flotte besteht ausschließlich aus Maschinen vom Typ Boeing 737. Geplant sei neben preiswerten Tickets ab zehn Euro ein Premium-Service, der dann aber mehr kosten solle als etwa British-Airways-Flüge.

Die Langstrecken-Flüge würden wohl eher in einer Tochtergesellschaft organisiert als direkt in Ryanair integriert werden. Die Firma solle von privaten Investoren gegründet und später möglicherweise an die Börse gebracht werden. Voraussetzung für die Umsetzung der Pläne sei indes, dass die Flugzeug-Preise maßgeblich sänken.

O'Leary widersprach in dem Interview früheren Aussagen, wonach sein Unternehmen ausdrücklich keine Langstreckenflüge im Visier habe. Vor etwa einem Monat hatte er gesagt, das Ryanair-Geschäftsmodell funktioniere im Interkontinentalverkehr nicht.

Auch der deutsche Billigflieger Air Berlin hat mit der Übernahme von LTU Zugriff auf das Langstreckennetz. Zudem arbeitet die Gesellschaft bei solchen Flügen mit Condor zusammen.

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