Bread & Butter & Co.
Die Berliner Fashion Week zeigt Superlative

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Boss lädt, die Stars kommen

Die höchste VIP-Dichte herrscht in Berlin stets bei Hugo Boss. Georgia May und Elizabeth Jagger haben sich ebenso angekündigt wie Hilary Swank, die schon zum wiederholten Male Gast der Hugo-Show ist – oder Eric Bana und Helena Christensen. Im Forum der Museumsinsel zeigt das börsennotierte Metzinger Label vor rund 1.000 geladenen Gästen eine Kollektion, die unter dem Thema „Poetric Tailoring“ steht und einen minimalistisch en, postmodernen Look widerspiegelt. Auf einem weißen, 38 Meter langen Catwalk zeigen 30 internationale Topmodels, darunter Kasia Struss, Jac, das Chinesische Supermodel Liu Wen, Clément Chabernaud, Sean O’Pry und Simon Nessmann, die Mens- und Womenswear-Kollektionen von HUGO.  

In den Dimensionen, in der die Streetwear-Messe Bread & Butter agiert, wirkt die Mercedes-Benz Fashionweek Berlin allerdings vergleichbar klein. Als die Bread & Butter im Jahr 2001 in Köln ihre Geburtsstunde erlebte, waren 50 Aussteller und 5.000 Besucher zugegen. Heute, zehn Jahre und 25 Veranstaltungen später, ist sie die größte und für Einkäufer auch bedeutendste Veranstaltung der Berliner Modewoche. Die Bread & Butter – zwischenzeitlich nach Barcelona abgewandert und dann nach Berlin zurückgekehr - gilt als weltweit wichtigste Order- und Informationsplattform für die neuesten Trends in Sachen urbaner Casualwear. Die Bedeutung der Bread & Butter weit über Deutschlands Grenzen hinaus nehmen die Macher rund um Geschäftsführer Karl-Heinz Müller zum Anlass, ein größeres Event als je zuvor auf die Beine zu stellen, das den kompletten stillgelegten Flughafen Tempelhof ausfüllt und das Motto „Supershow“ transportiert.

„Die Industrie hat uns in Berlin stets bei all unseren Entscheidungen und Visionen unterstützt“, sagt Bread & Butter-Geschäftsführer Karl-Heinz Müller zu Handelsblatt Online. „Unterm Strich haben wir jede Herausforderung, die wir in den vergangenen zehn Jahren vor uns hatten, erfolgreich gemeistert.“ Besucherzahlen und Ausstellerzahlen veröffentlicht die Leitmesse übrigens nicht. Hier geht es um Klasse der Aussteller und die „richtigen Besucher“. Auf anderen Messen werden die Aussteller akquiriert, bei der Bread & Butter ist das Prinzip anders. Man muss sich mit einem spannenden Konzept um einen der begehrten Standplätze bewerben.

„Unsere Marken finden immer neue kreative Ideen und Darstellungsformen. Die wechselseitige Zusammenarbeit mit den Protagonisten der Branche ist großartig. Unser Drive nach vorn ist stark und konstant. Die B&B-Community, also die Menschen, sind unglaublich. Alle haben einen Riesenspaß und sind aber auch erfolgreich. Wenn Erfolg auch noch Spaß bringt, ist die Welt doch in Ordnung“, schwärmt der Messechef.

Allein die Opening-Party zeigte gigantische Ausmaße. Eine riesige Bühne wurde aufgebaut und auf dem Flughafengelände trat als Headliner die Band Deichkind auf. Über 10.000 Party-Tickets verteilte die Bread & Butter übrigens auch nicht nur unter den Fachbesuchern, sondern auch an Berliner, um diese in das Event mit einzubeziehen. Neu ist in diesem Jahr auch, dass zahlreiche Läden aus dem urbanen Segment in Berlin bis 22 Uhr für ein Late-Nite Shopping geöffnet haben und damit einem Aufruf der Leitmesse gefolgt sind, die Endverbraucher mit in den Modetrubel einzubeziehen.

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