Bremen innovativ
Tiefer Fall bringt hohen Ruhm

Bremen lockt Bürger und Besucher mit einem breiten Angebot von populären Wissenschafts-Veranstaltungen.

Die vier Bremer Stadtmusikanten kennt jeder. Auch "Roland der Riese am Rathaus zu Bremen" genießt literarischen Ruhm. Aber wer kennt schon den in Bremen wirklich alles überragenden Riesen? Er ist 146 Meter hoch, steht auf dem Campus der Universität und dient der Forschung als so genannter Fallturm. Dank seiner Höhe kann bei herabfallenden Objekten für exakt 4,74 Sekunden das Verhalten von Materie bei Schwerelosigkeit simuliert werden. Dieser Fallturm, der teure Weltraumexperimente unnötig macht, ist weltweit einmalig und inzwischen zu einem Merkmal der bremischen Innovation geworden, zu einem "Leuchtturm der Wissenschaft", der besichtigt werden kann. Mit weitem Blick ins platte Land.

Bremen innovativ: Zum erfolgreichsten Wissenschaftsmuseum in Deutschland ist das in der Nähe der Bremer Universität erbaute Universum Science Center geworden. Der silbrig glänzende Metallkörper inmitten eines kleinen Sees wirkt wie ein soeben gelandetes Ufo. Auf drei verschlungenen Pfaden kann der Universum-Besucher Expeditionen ins Innere des Menschen, zum Mittelpunkt der Erde und in den Kosmos machen. Solch strahlenden Wegweiser in die Zukunft hat Bremen bitter nötig, denn das Image des kleinen Stadtstaates in Deutschland leuchtet nur schwach.

Im schlechtesten Fall ist nur von der Rekordverschuldung und miserablen Ergebnissen der nachwachsenden Bremer Generation beim Pisa-Test die Rede, im besten vom Weltkulturerbe von Roland und Rathaus am Marktplatz.

Dies sind aber steinerne Zeugen der Vergangenheit, ebenso wie die Backsteinkulisse der Böttcherstraße, die nur wenige Schritt entfernt ist. Auch die liebevoll restaurierte Kunsthandwerklichkeit des nahen Schnoor-Viertels ist eher vergangenheitsbezogen, wenn auch immer wieder beworben und gern von Touristen besucht. Als Merkposten der Moderne, als Markenzeichen, die in die Zukunft weisen - dafür reichen die traditionellen Touristenmagnete auf Dauer nicht aus. Da trifft es sich, dass der Wissenschaftsrat die Hansestadt samt Tochterstadt Bremerhaven in diesem Jahr zur "Stadt der Wissenschaft" ausgerufen hat.

Der Zweistädtestaat, heißt es in der Begründung, sei nicht nur ein dynamischer Forschungs- und Technologiestandort, sondern lege auch einen besonderen Akzent auf die populäre Vermittlung von Wissen und den Dialog mit der Gesellschaft. Seid willkommen, ihr Wissenschafts- und Zukunftstouristen!

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