„Bush Skill Adventure“
Hasenfuß trifft Löwenmut

Die Südafrikaner feiern zehn Jahre Demokratie. Doch in Rangerkursen gilt weiter das Gesetz des Stärkeren.

Ein Löwe. Die Spur ist noch frisch. Alastair zeichnet sie auf dem Sandboden mit seinem Zeigefinger nach. „Ein männlicher Löwe. Fünf Jahre alt“, sagt er. „Wie frisch?“, will Chuck wissen. „Vielleicht sechs Stunden. Aber sechs Stunden heißt nicht, dass wir sechs Stunden hinter ihm sind“, sagt Alastair, „können auch sechs Minuten sein!“

Chuck folgt Alastair, und der folgt der Löwenfährte, zu Fuß, im Busch des Phinda Private Game Reserve, eines privaten Wildreservats im Nordosten Südafrikas. Auf dem ehemaligem Farmland ist heute nichts als Wildnis – sanfte Hügel, ausgetrocknete Flüsse, dichte Wälder und ausgedehnte Savannen auf einer Fläche ungefähr so groß wie das gesamte Bundesland Berlin. „Phinda“ heißt Rückkehr – und der Name ist auch Programm: Mehr als 400 Tierarten leben heute wieder in dem Reservat, darunter Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Wasserbüffel.

Am nächsten Mittwoch feiern die Südafrikaner zehn Jahre Demokratie. Doch in Phinda regiert nicht das Volk, sondern das Gesetz des Stärkeren. Und Chuck hat sich diesem Gesetz unterworfen. Freiwillig und für vier Tage nächtigt er unter freiem Himmel statt in einer klimatisierten Lodge und marschiert über die endlose Savanne statt über das Putting Green wie die meisten Südafrika- Touristen. Ein „Bush Skill Adventure“ hat er gebucht – ein Rangertraining mit Alastair.

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