Business-Traveller
Wo bleibt der Allzweck-Trolley?

Als Vielreisender hat Weekend-Journal-Leser Helmut Kuhlmann eine lange Suche hinter sich. Seine Erfahrungen mit dem idealen Gepäckstück, das gleichzeitig elegant und praktisch, leicht und tragbar ist, sind ein wenig frustrierend, wie er hier in einem Brief an den Business-Traveller schreibt:

„Worauf ich mit vielen anderen Reiselustigen schon lange warte, ist jenes Gepäckstück, von dem sie im Weekend- Journal Nr. 144 schrieben: der Soft-Trolley. Aber bitte mit verstaubarem Trageriemen, so dass er sich auch bequem auf dem Rücken transportieren lässt, nur nicht in der üblichen Form von Rucksäcken, die einem auf dem Gepäckband schon von Ferne als unförmige Haufen entgegenkommen. Davon gibt es reichlich.

Schlicht und formschön sollte er aussehen, stabil und unverwüstlich müsste er sein, und ein paar kleine Details wären noch wichtig. Wer seinen stramm gepackten Trolley schon einmal in Lissabon, Monte Rosso oder Petropolis die nicht enden wollenden Treppen hinaufschleppte, weil das schönste Quartier mit dem Taxi eben nicht erreichbar war, oder ihn im holprigen Hafengelände zum Bootsanleger schleppte, wer mit dem guten Stück seine Freunde in einer ländlichen Gegend, beispielsweise in der Ukraine oder Brasilien, besucht hat, wo er die letzte Wegstrecke zu Fuß bewältigen musste, wer an überfüllten Grenzübergängen und Kontrollstellen zwei freie Hände benötigt und wer trotz alledem ein schönes, gefälliges Gepäckstück in Größe des besagten Pilotenkoffers bei sich haben möchte, der sucht zurzeit noch vergebens auf dem Markt der Reiseutensilien. Der schöne, strapazierfähige Taschen-, Koffer-, Rucksack-Trolley fände seine Liebhaber!“

Herr Kuhlmann hat völlig Recht. Ein solches rollendes Vielzwecksystem, das sowohl den Rücken schont als auch den Händen Spielraum gibt,scheint es nicht zu geben. Am ehesten könnte noch der „Leatherface S“ (58 Liter) von Eastpak dem Anforderungsprofil von Herrn Kuhlmann entsprechen, der gerollt werden kann und mit etwas Improvisationskunst auch auf dem Rücken zu tragen ist - und vor allem über einen verstaubaren Trageriemen verfügt (Preis: rund 80 Euro). Der Riemen fehlt leider beim Samsonite 400 Series/ICT, Preis: rund 135 Euro, dafür sieht der Rucksack-Trolley (35,5 Liter) besser und repräsentativer aus, weil er kompakter wirkt und reichlich Stauraum auch für jenes Büromöbel „Laptop“ gibt, das für einen Business-Traveller heutzutage anscheinend unabdingbar ist.

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