Designpracht
Revolution der Yacht

Vergessen Sie alles, was Sie über Segelyachten wissen: Die neue „Esense“ treibt selbst hartgesottenen Fachmännern Tränen der Freude in die Augen. Als revolutionär gilt in erster Linie ihr Styling.

Manchmal beschreiben einfache Worte die größten Projekte. „Ich kann nicht aufhören zu sabbern, aber Whoa!! - diese neue Jacht ist eine Schönheit.“ Das Zitat stammt von einer Person namens Piro, das Objekt der Begierde ist die Wally 143. Das neue Flaggschiff der italienischen Nobel-Werft sorgt nicht nur in Internet-Foren für Gesprächsstoff, sondern auch auf den einschlägigen Shows und Champagner-Partys der durch ästhetische Spielereien verdorbenen Yachtbranche. Ihr Name ist schlicht „Esense“, aber als der 43,70 Meter lange Rumpf im Juni feierlich die Werft verließ und sanft ins Mittelmeer glitt, schwamm die Yacht bereits auf der „vierten Welle der Wally-Revolution“.

Nun – als revolutionär gilt in erster Linie ihr Styling. Die so genannte High-Performance-Slup (Hochleistungs-Yacht mit einem Mast) verwöhnt das Auge mit schnurgeraden Außenlinien und einem ultraminimalstischen Layout. Oben an Deck stört nichts, absolut gar nichts das luftige Loft-Gefühl. Selbst auf einen schnöden Seezaun wurde verzichtet. Damit aber unterwegs bei Wind und Schräglage kein Passagier ins Wasser kippt, wurde das mit feinstem Teak beplankte Deck ein gutes Stück tiefer gelegt. Die so entstehenden „Seitenwände“ (im Fachjargon: das Schanzkleid) bringen einen Schuss Vintage-Feeling in die Moderne und schaffen außerdem einen edlen Sichtschutz, der auch im Hafen von St. Tropez für genügend Privatsphäre sorgt. Soll ja nicht jeder sehen, wer da die Austern schlürft oder wer sich mit wem auf den Sonnenliegen räkelt. Diese spektakuläre Aktionsfläche beeindruckte sogar Eric Hall, den Boss des „Esense“-Mast-Produzenten Hall Spars & Rigging, der während der Probefahrten mit an Bord weilte: „Total anders als alle Boote, auf denen ich je gesegelt bin.“ Das heißt schon was, denn dieser Mann ist auf vielen gesegelt.

Damit die verwöhnten Gäste aber auch mal gefahrlos baden gehen können, schuf Starkonstrukteur Bill Tripp am Heck eine 21 Quadratmeter große Seeterrasse auf Meeresniveau.

Der 140-Tonner bietet natürlich feinste (Segel-)Technik, die fast ausschließlich auf Knopfdruck reagiert. Über die großzügig dimensionierten Schaltpulte vor den beiden Steuerrädern reguliert die Besatzung sämtliche Segel, Motoren sowie den Autopiloten.

Die Innenausstattung ist ebenfalls geradlinig und schlicht – dabei ebenso stilvoll wie praktisch. Die preisgekrönte Pariser Architektin Odile Decq – im Superjachtbau gilt es derzeit als très chic, zwar fachfremde, aber dafür umso berühmtere Gebäudeplaner zu engagieren – kombinierte weiße Wände mit dunkelgrauen Arbeitsflächen und Schränken aus Kohlefaser, dasselbe Material, aus dem auch der Rumpf und der Mast bestehen. In der Galley (Bordküche) fehlt es natürlich an nichts. Neben vier Kühl- und zwei Gefrierschränken gibt es selbstverständlich auch einen Icemaker. Der spuckt pro Tag bis zu 30 Kilo Eiswürfel aus. Nichts ist schlimmer als warmer Gin Tonic.

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