Deutschland-Tour
George Michael kehrt mit Orchester zurück

Seine letzte Tour in Deutschland ist fünf Jahre her, nun ist er wieder da und hat ein ganzes Symphonie-Orchester im Gepäck: George Michael tritt bei der „Symphonica“-Tour ab dem 5. September in zehn deutschen Städten auf.
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BerlinDiese Orchester-Tournee ist für George Michael „so aufregend wie die erste Wham!-Tour“. Rund 30 Jahre ist das her - George Michael war damals um die 20 Jahre alt und begeisterte mit seinem Bandkollegen Andrew Ridgeley das Publikum mit Hits wie „Club Tropicana“ und „Bad Boys“. Bei der „Symphonica“-Tour steht er auch nicht alleine auf der Bühne. Unterstützt wird er von einem Symphonie-Orchester. Seine letzte Tour in Deutschland ist fünf Jahre her. Am 5. September wird der 48-Jährige in Berlin auftreten - und danach in neun weiteren deutschen Städten.

„Vieles wird für das Publikum und für mich neu sein“, sagte der Brite kürzlich in einem Zeitungsinterview. Als Comedian eigne er sich zwar nicht, „aber ich möchte die Konzerte zu einem echten Austausch zwischen meinem Publikum und mir machen“. Er werde viel auf der Bühne erzählen, was er „in der Form“ noch nicht gemacht habe.

Auftakt zu der „Symphonica“-Tour war am 22. August in Prag. George Michael gab dort auch bekannt, dass er sich von seinem langjährigen Partner Kenny Goss getrennt hat. Er widmete Goss einen neuen Song mit dem Titel „Where I hope you are“ und erklärte: „Dieser Mann hat mir viel Freude gebracht und viel Schmerz.“

Rund 100 Millionen Platten hat George Michael in seiner Karriere als Solokünstler und einstiger Wham!-Sänger verkauft. Er hatte Welthits wie „Careless Whisper“, „Freedom“ oder „Fast Love“. Allerdings war der Grammy-Preisträger in den vergangenen Jahren auch immer wieder mit Drogenvergehen in den Medien. Im September 2010 wurde er von einem Londoner Gericht wegen Fahrens unter Drogeneinfluss zu einer zweimonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

„Ich verhielt mich idiotisch und habe meine Strafe abgesessen“, sagte der Sänger, der am 25. Juni 1963 in London als Georgios Kyriacos Panayiotou geboren wurde, der „Frankfurter Rundschau“ - und erklärte in dem Zusammenhang weiter: „Ich bin mir der Gefahren von Stereotypisierungen durchaus bewusst. Vor allem junge schwule Männer können unter stereotypisierten Wahrnehmungen von prominenten Schwulen leiden.“ Er fühle sich verantwortlich, „auch wenn ich mir die Verantwortung liebend gerne mit einem anderen, prominenten Schwulen teilen würde“.

Dass George Michael homosexuell ist, wurde der Öffentlichkeit Ende der 90er Jahre bekannt - nach dem berühmten Vorfall auf einer öffentlichen Toilette in Los Angeles, als ein verdeckter Ermittler ihn offenbar beim Onanieren erwischt hatte und ihn festnahm. Dass er sich heute in erster Linie als schwuler Mann definiert, erklärte er in dem Zeitungsinterview so: „Kann sein, dass ich damit die stereotypisierte Wahrnehmung schwulen Lebens korrigieren will.“ Im englischen Fernsehen zum Beispiel würden schwule Männer nach wie vor tuntig dargestellt.

Sein eigenes Bild in der Öffentlichkeit versucht George Michael unter anderem über den Kurznachrichtendienst Twitter zu korrigieren. „Ich trete mit den Tweets dem Bild des Geisteskranken entgegen, das bestimmte Presseleute seit Jahren von mir zeichnen wollen. Wenn es nach denen geht, soll man mich als humorlosen Irren wahrnehmen.“ Mit Twitter könne er den Leuten wenigstens als humoriger Irrer begegnen.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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